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Gesamte Wertschöpfungskette der E-Mobilität berücksichtigen

Zur Berichterstattung über die Elektromobilität (Wirtschaft/ Leserbriefe):

Die Meinung der Leserbriefschreiber, dass „die Zukunft erneuerbar elektrisch ist“, wird in einem offenen Brief von Prof. Thomas Willner von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg vom 24. Februar 2021, den 60 Wissenschaftler mitunterzeichnet haben, ganz anders gesehen. Diese fordern eine transparente und technologieneutrale Klimaschutzpolitik, die sich an realen physikalischen Treibhausgasminderungen über die gesamte Wertschöpfungskette der E-Mobilität orientiert. Außerdem wird die einseitige Förderung angeprangert.

Für die in den Leserbriefen erwähnten Pro- oder Kontra-Studien gilt grundsätzlich der Spruch „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“ und für in diesem Zusammenhang herangezogene Statistiken passt das Zitat „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Ergo: Alles ist eine Glaubensfrage. Ich ziehe bei der Meinungsbildung objektive TV-Dokumentationen (ZDF-Makro „Die Schattenseiten der E-Mobilität“, ZDFinfo „Saubere Autos, schmutzige Batterien“, Die ZEIT – Dreckige Rohstoffe, saubere Autos“) vor, in denen negativ Betroffene zu Wort kommen, welche die Folgen unserer Politik ausbaden müssen.

Ulrich Huber

Staudach-Egerndach

Die Autoren der Leserbriefe möchte ich vergleichen mit einem Fußballfan, der freudig von den zwei Toren berichtet, die seine Mannschaft geschossen hat, aber zu erwähnen vergisst, dass sie auch drei Tore reinbekommen hat. So fehlt bei der Aussage (H. Prof. Liesenkötter), batterieelektrischer Antrieb für Pkw werde der umweltfreundlichste sein, dass dies erst bei einem zu 100 Prozent nachhaltigen Energie-Mix sein wird. Und erst wenn die Herstellung eines Tages beim E-Mobil wenigstens so wenig CO2 erzeugt wie bei einem Diesel-Pkw.

So fehlt bei der Aussage von Frau Munker, dass 95 Prozent der wichtigsten Akku-Materialien recycelt werden könnten, dass dies hauptsächlich für Kobalt gilt, das Recycling von Lithium, bei dessen Gewinnung die Umwelt besonders belastet wird, aber noch im Entwicklungsstadium ist. Und wo soll der Mehrbedarf an elektrischer Energie herkommen, wenn tatsächlich einmal sieben bis zehn Millionen E-Autos über die Straßen rollen, wie für 2030 geplant, wenn doch Kraftwerke stillgelegt werden sollen?

Und selbst wenn diese Energie bereitgestellt werden könnte (Frankreich behält ja seine Kernkraftwerke), wie soll der Zusammenbruch der Versorgung verhindert werden, wenn beispielsweise mal über Nacht zehn bis 20 Prozent dieser geplanten E-Pkw gleichzeitig (!) geladen werden müssten? Vielleicht ist die E-Mobilität ja eine Übergangslösung, zumal es das Akku-Second-Life gibt, aber die Zukunft sind hoffentlich bald serienreife Antriebe durch Energie aus Wasserstoff.

Bis dahin: Zwischenstand nach Toren: 2:3.

Dr. Klaus Carsten

Bernau

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