Geplante Steuertrifft Kleinanleger

Zum Bericht „Finanzminister Scholz will Sparer steuerlich entlasten“ (Politikteil):

Die geplante europäische Finanztransaktionssteuer sieht – auch mit Unterstützung Deutschlands – vor, bei Aktienkäufen eine Steuer von 0,2 Prozent zu erheben. Dies jedoch nur für normale, auch private Aktienkäufer. Ausgenommen davon sollen jedoch hochspekulative Geschäfte von Finanzinstituten und international agierenden Investoren sein, ebenso der Handel mit (ebenfalls höchst spekulativen) Derivaten. Finanzminister Olaf Scholz hat die erwarteten Einnahmen aus dieser Finanztransaktionssteuer in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro bereits für die Finanzierung der zukünftigen Grundrente verplant. Es ist erschütternd zu sehen, dass hier ein SPD-Finanzminister Kleinanleger und die Realwirtschaft zur Kasse bittet; professionelle, institutionelle Großanleger und internationale Spekulanten aber von einer solchen Abgabe verschonen will! Es verwundert da nicht, wenn solche „Sozialdemokraten“ wie Scholz die Glaubwürdigkeit der Politik der SPD massiv beschädigen! „Gott sei Dank“ muss man dann wohl sagen, dass er nicht SPD-Vorsitzender wurde! In einer ruhigen Stunde sollte er sich einmal mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz zusammensetzen, der diese Fehlentwicklung erkannt und bei seinem kürzlichen Besuch in Berlin auch Bundeskanzlerin Merkel dargestellt hat.

Kurt Kantner

Rosenheim

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