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Gender-Debatte: Eine Verunstaltung der Sprache?

Zur Debatte um die Gender-Sprache (Politikteil/Leserbriefe):

Haben wir derzeit mit der Corona-Pandemie und vielen diesbezüglichen Fragen nicht genug Probleme um die Ohren? Müssen wir uns bei all den offiziellen Statements, Pressekonferenzen, Talk-Runden und Nachrichten auch noch mit dieser idiotischen Gender-Sprache belästigen lassen? Anfangs hat Mann dies als lächerliche verbale Ausrutscher von Feministinnen abgetan. Doch inzwischen nehmen Männer (und sogar viele Frauen) diese Pervertierung der deutschen Kultursprache als echtes Ärgernis wahr.

Eigentlich schade, dass als Reaktion darauf generelle Aversionen gegen Frauen um sich greifen, die Weiblichkeit nicht mehr als Bereicherung wahrgenommen wird, sondern mehr und mehr Ablehnung hervorruft. Keine andere Nation würde es sich gefallen lassen, dass ihre Sprache von Emanzen derart verunstaltet wird. Frauen, die sich in männlich geprägten Begriffen durchaus nicht reflektiert sehen wollen, sollten ernsthaft überlegen, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen.

Jakob Gerhard

Rohrdorf

Dem Politiker Friedrich Merz mögen die Herzen der Menschen nicht derart zufliegen, wie dies „Mutti“ Merkel vergönnt ist, und er mag auch kein Sympathieträger sein, doch in der Sache hat der Mann des Öfteren recht. So auch jetzt mit seinem Seitenhieb auf die ach so politisch korrekte Gender-Sprache. Diese hat es mittlerweile ja bereits in den Duden geschafft und der unsägliche Sternchenwahn wird uns tagtäglich in Zeitungsartikeln oder Stellenanzeigen (m/w/d) vor Augen geführt. Weit sind wir gekommen, wenn beispielsweise die SPD-Politikerin Saskia Esken es als großartige Errungenschaft verkündet, dass das Wahlprogramm ihrer Partei in gendergerechter Sprache abgefasst ist.

Wir haben in der BRD wahrlich andere Probleme, als uns damit zu beschäftigen, ob eine Mohren-Apotheke noch so heißen darf oder nicht, ob der Mohr aus dem Wappen der Stadt Coburg entfernt werden soll (gefordert im Nichtwissen der Tatsache, dass es sich hierbei um die Darstellung des heiligen Mauritius handelt), oder wenn das so schöne wie harmlose Gedicht Eugen Gomringers „Avenidas“ (von dem sich eine Studentin sexuell diskriminiert fühlte), von der Direktion einer Berliner Hochschule in vorauseilendem Gehorsam von der Fassade derselbigen entfernt wurde.

Ich wünsche mir in der neuen Regierung mehr Politiker, die nicht jedem neuen Zeitgeist hinterherrennen und sich wichtigeren Aufgaben zuwenden wollen.

Brigitte Woolridge

Kolbermoor

Liebe Genderfreunde, lasst das Getue mit Sternchen sein. Verschandelt unsere Sprache nicht, sondern setzt Euch lieber dafür ein, dass jeder Mensch für die gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommt.

Klaus Baumann

Stephanskirchen

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