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Gender-Debatte eine Benachteiligung der Männer?

Zum Kommentar „Danke Audi, danke ZDF“ von Georg Anastasiadis (Seite 2) und der Gender-Debatte (Politikteil):

Wieder ein guter Kommentar von Herrn Anastasiadis. Im ZDF ist neuerdings die Rede von „Politiker*innen“, „Forscher*innen“, „Ermittler*innen“ und Studenten werden als „Studierende“ bezeichnet. Komischerweise tut man das aber nur da, wo es feministisch opportun erscheint.

Bei „Aktenzeichen XY“ zum Beispiel fahndet man nicht nach „Täter*innen“ oder „Mörder*innen“. Nein, hier meint man, dass die Nennung der Mehrzahl „der oder die Täter“ nach wie vor ausreicht, was im Übrigen auch schon vor dem Gender-Hype nicht korrekt war.

Davon abgesehen wird im ZDF nicht einmal bei eindeutig weiblichen Begriffen richtig formuliert. So liest man bei einer der Sendungen „Murder Maps“ in der Beschreibung: „War einer der schlimmsten Serienmörder am Ende des 19. Jahrhunderts tatsächlich eine unscheinbare Pflegemutter?“ „Serienmörderin“ fand man beim ZDF hier wohl unpassend. Bei diesem Sender habe ich auch noch nichts von „Klimaleugner*innen“, „Randalierer*innen“ oder „Covidiot*innen“ gehört. Warum eigentlich?

Hier wird auch deutlich, dass nicht die Gleichberechtigung das Ziel ist, sondern eine Benachteiligung der Männer angestrebt wird. Das „*innen“ am Ende ist eindeutig nichts anderes als eine Verweiblichung und wird deshalb auch bei negativ geprägten Begriffen in dieser feministischen Agenda tunlichst vermieden. Auffallend werden ausschließlich gute und vorteilhafte Bezeichnungen mit dem „*innen“ verweiblicht. Beim ZDF ist zu lesen: „Das ZDF möchte diskriminierungsfrei kommunizieren“. Männer sind von dieser Regelung wohl ausgenommen.

Dieter Nuhr hat kürzlich im Zusammenhang mit FFP2-Masken das gute Beispiel mit „Bartträger*innen“ genannt. Das zeigt die absolute Lächerlichkeit dieses neuen Sprachgebrauchs.

Jürgen Nothaft

Ampfing

Unsere Sprachwächter und -wächterinnen glauben es bald geschafft zu haben und die vermeintlich maskuline Dominanz in unserer Sprache gebrochen zu haben. Aber ihnen ist leider Trägheit oder Ignoranz zu bescheinigen, wenn sie weite Felder im Sprachenbereich ideologisch noch nicht beackert haben.

Es geht schon auf höchster Ebene in Brüssel los: Der dort tagende Ministerrat der EU ist ein Minister- und Ministerinnenrat! Wie kann es angehen, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) nicht Rücksicht auf ihre Teilnehmerinnen nimmt und sich Kultusminister- und -ministerinnenkonferenz (KMMK) nennt?

Der Bericht von einem Bürgermeistertreffen diskriminiert in haarsträubender Weise die Bürgermeisterinnen und den weiblichen Teil unserer Bevölkerung. Ideologisch korrekt muss es demnach heißen: ein Bürger- und Bürgerinnenmeister- und -meisterinnentreffen.

Ganz schlimm steht es um unsere Namen: Es ist ein Unding, dass Familiennamen, die seit Jahrhunderten auf einen Beruf oder eine Herkunft hindeuten, grundsätzlich nur in der männlichen Form existieren. Was spricht dagegen, statt Wagner oder Meier zukünftig Wagnerin oder Meierin zu heißen? Wir werden uns doch sicherlich an Horst Seehoferin oder Markus Söderin gewöhnen können. Und in linken Kreisen dürfte man auch der Frau Sarah Wagenmagd das Vertrauen aussprechen.

Liebe Sprachgenderisten und Sprachgenderinnen: Ihr seht, es gibt noch viel zu tun. Wenn Ihr die überfälligen nächsten Schritte zur Verballhornung unserer Sprache angeht, dann schaut bitte ja nicht über euren Tellerrand nach Westen.

Dort herrscht nämlich die archaische Unsitte, dass sich eine Gruppe von 99 Frauen Französinnen nennt. Aber wehe, wenn ein Mann sich zu dieser Gruppe gesellt. Dann mutiert diese Gruppe aus unerhörten Gründen zu 100 Franzosen.

Dr. Gerd Hieber

Prien

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