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Gelten Regeln auch für die Obrigkeiten?

Zum Bericht „Ohne Auto durch Stadt und Land“ (Lokalteil):

Ich bin mal gespannt, ob von den Obrigkeiten, zum Beispiel Landrat und Oberbürgermeister, jemand öffentlichen Verkehr fährt. Und sich in stickige, überfüllte, laute Bahnen drängt. Teils mit biersaufendem, grölendem Partyvolk, vor allem in der zweiten Klasse. Ob sie auch im Nahverkehr mit Bus und Bahn an den Gleisen oder Bushalten ewig stehen – bei Wind und Schnee und Regen. Oder ob sie nur zum nächsten schönen ICE (erste Klasse) mit dem Auto fahren. Also direkt vom Wohnort mit Nahverkehr zum nächsten ICE-Halt.

Das möchte ich mal sehen. Aber das Volk soll sich das alles antun. Ich spreche aus Erfahrung, habe seit 20 Jahren kein Auto mehr und erledige alles per öffentlichem Verkehr und Rad. Ab Haus, weit vom Bahnhof, das ist echt mühsam. Möchte ich mal sehen, ob die Herrschaften das auch so machen, was sie predigen. Wasser predigen, aber Wein trinken, heißt es ja so schön. Wäre schön, wenn sie mit gutem Beispiel vo rangehen würden.

Margit Obermaier

Bernau

Herr Barwisch von dem Ingenieurbüro, welches im Auftrag von Stadt und Landkreis den Nahverkehrsplan erstellt hat, stellte in groben Zügen dessen Inhalt vor. Vor rund zweieinhalb Jahren hatten sich Landkreis und Stadt so einiges vorgenommen, um den Nahverkehr in der Region deutlich zu verbessern.

Geplant sind etwa 50 Maßnahmen und Prüfaufträge im Landkreis und etwa 30 in der Stadt Rosenheim. Viele Buslinien im Landkreis sollten auf einen festen Stundentakt umgestellt werden und nicht nach Belieben fahren. Und auch die Verknüpfung mit den Regionalzügen sollte verbessert werden. Das sind nur zwei Beispiele von vielen.

Was im Laufe der Veranstaltung leider nicht geklärt wurde: Wie weit ist die Umsetzung denn mittlerweile gediehen? Dazu blieben sowohl der Landrat wie auch der Oberbürgermeister sehr vage. Auch einen Stufenplan für die Umsetzung scheint es bislang nicht zu geben.

Diesbezüglich müssen die politischen Aufsichtsgremien wie Kreistag und Stadtrat mit ihren Ausschüssen mal genauer hinsehen, was denn im Detail schon geschehen ist und wie die Planung für die nächsten zwei Jahre aussieht.

Tröstlich war, dass sowohl der Landrat als auch der Oberbürgermeister eine weitere Aufstockung der Mittel für die nächsten Jahre in Aussicht gestellt haben. Und dass auch die planerische Kapazität für die Umsetzung in der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft verstärkt werden soll. Denn es ist dringend geboten, dass auch die Menschen hier in der Region ohne Auto mobil sein können. Andere Regionen in Deutschland sind da sehr viel weiter als wir.

Dr. Willi Messing

Bad Aibling