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Geld verschwenden – aber g’scheid!

Der „Baum des Anstoßes“ auf dem Stadtplatz von Neumarkt-St. Veit.
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Der „Baum des Anstoßes“ auf dem Stadtplatz von Neumarkt-St. Veit.

Zum Bericht „Oje, Tannenbaum“ (Regionalteil):

Der Christbaumstandort passt exakt ins Konzept der Stadtplatzsanierung in Neumarkt-St. Veit. Natürlich wird der Stadtplatz wunderschön, wenn er fertig ist. Aber nur, wenn man ihn durch die rosarote Brille sieht, die man tragen muss, wenn man ein Ratsbegehren dafür inszeniert hat. Bei vielen anderen Menschen weicht die anfängliche Ernüchterung nun dem Frust. Nicht nur der Christbaum war früher besser platziert. Die Brunnen ragen kaum aus der schiefen Ebene, der obere wird sogar eventuell zum unfreiwilligen Bad einladen. Er ist quasi „barrierearm“.

Rollstuhl- und Rollatorfahrer suchen hingegen vergebens einen barrierefreien Zugang zu Kirche oder Arztpraxis am Johannesplatz, welcher insgeheim als neuer Schlittenberg gehandelt wird. Autos fahren auf den unauffällig grauen Gehweg, und rückwärts ausparken wird zum Problem. „Der Stadtplatz soll kein reiner Parkplatz mehr sein“, hieß es zu den Planungen. Aber trotz 40 Parkplätzen weniger wird unser Stadtplatz heute mehr von Autos dominiert als je zuvor. Wenn man große Bäume, die die Parkreihen bisher auflockerten, kurzerhand fällt, wenn man aus ehemals großen Pflanzflächen um die Bäume herum kleine, steingefüllte Quadrate macht, dann ist mehr Parkplatzflair als vorher die Konsequenz.

Mit „Wenn, dann g’scheit“ wurde das Ratsbegehren beworben. Es zeigt sich aber immer mehr, mit wie wenig Kreativität der Platz gestaltet und wie viel architektonische Sorgfalt tatsächlich investiert wurde. Bedenkt man, dass über 700 Quadratmeter für Autos gesperrt wurden, ist es beschämend, was davon sicht- und erlebbar ist – und das für einige Millionen an Steuergeld. Nicht mal ein paar Quadratmeter waren drin für einen besseren Christbaumstandort. Wenn schon Geld verschwenden, dann g’scheid.

Dr. Christian Guse

Neumarkt-St. Veit

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