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Gehört der Wolf in denGarten oder in den Wald?

Der Wolf sorgt weiter für Diskussionen.
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Der Wolf sorgt weiter für Diskussionen.

Zum Leserbrief über den Bericht „LfU bestätigt Wolf als Angreifer“ (Lokalteil):

Der Wolf ist ein jagdsüchtiges Raubtier, das größte überhaupt. Ist ein einziger Wolf mehr wert als alle Tiere zusammen, die er gerissen hat? Vielleicht sollten sich die Wolfsliebhaber und die Damen und Herren vom Landesamt für Umweltschutz, die das Sagen haben, einen Wolf im Garten halten (eventuell als Haustier). Am besten wäre ein Pärchen, damit es viele Rudel in die Welt setzen kann und das arme Raubtier nicht ausstirbt.

Die Bauern müssen ihre Tiere einsperren, statt dass man den Wolf einsperrt. Das Raubtier soll sich schließlich nach Lust und Laune überall in freier Natur bewegen dürfen. Ja, wia hätt ma’s denn!

Marga Leingartner

Rosenheim

Ein Gespenst geht um im Chiemgau: Es ist der böse Wolf. Die einen haben Angst vor ihm, die anderen haben Angst um ihre Schafe oder Ziegen. „Der Wolf gehört nicht hierher“, tönt es unisono aus allen Richtungen.

Verfolgen wir diesen Denkansatz doch einmal konsequent. Der Jäger sagt, der Wolf hat hier keinen Platz. Der Fischer sagt, der Kormoran hat hier keinen Platz. Der Landwirt sagt, der Biber hat hier keinen Platz. Der Taubenzüchter sagt, der Habicht hat hier keinen Platz. Der Gartenbesitzer sagt, der Maulwurf hat hier keinen Platz. Und so weiter... Wer darf sich denn eine solche Aussage erlauben?

Hängen wir nicht alle von einer intakten Natur ab, die in Kreisläufen und Nahrungsketten organisiert ist, welche keinesfalls unterbrochen werden sollten? Die deutsche Versicherungswirtschaft beklagt Jahr für Jahr Wildschäden bei Autounfällen im Größenbereich von Hunderten von Millionen Euro. Die Verbissschäden im Wald gefährden den notwendigen Waldumbau. Unser Wildbestand ist viel zu hoch. Die Wildschweinplage verursacht Riesenschäden in der Landwirtschaft und gefährdet obendrein durch die Verbreitung der afrikanischen Schweinepest wesentliche Teile unserer Nutztierbestände.

Der Wolf hat eine wichtige Aufgabe und ist nebenbei der perfekte Helfer des Försters. Er richtet, bei vernünftig betriebener Landwirtschaft, allenfalls minimale Schäden an. Lassen wir doch der Natur endlich Platz. Sie ist sowieso stärker als wir, das hat uns das Ahrtal gelehrt.

Roland Hinke

Bernau

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