Vom Gehenund vom Laufen

Zu „In Bayern läuft man nicht, man geht“ (Leserbrief von Peter Koch) und zu „Da läuft was – und geht nicht“ (Leserbrief von Dr.

Heinz Brecht):

Nachdem aller guten Dinge drei sind, möchte auch ich noch meinen Senf dazugeben. Vor einiger Zeit stand in dieser Zeitung ein Bericht über einen tragischen Todesfall einer alten Dame. Eine Pkw-Fahrerin parkte ihr Fahrzeug auf einem Parkplatz ein. Vermutlich, um ihr Fahrzeug gerade zu stellen, setzte sie noch einmal zurück. Indes „lief“ eine 89-jährige Seniorin mit ihrem Rollator hinten vorbei. Richtig muss es heißen, „ging vorbei“. Oder haben Sie schon einmal eine 89-Jährige mit Rollator laufen sehen?! Ebenso dämlich ist der Ausdruck „aufschlagen“. Es muss doch heißen „ankommen, eintreffen“. Meines Wissens ist jemand oder etwas, das aufschlägt, kaputt oder mindestens schwer beschädigt. Wäre es nicht möglich, die Schreiber solcher Artikel in Deutschkurse zu schicken. Vielleicht würden dann auch die vielen englischen Ausdrücke weniger, die so gerne benutzt werden.

Sepp Warmedinger

Kolbermoor

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