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Gegen das Prinzip der Genossenschaft

Zum Bericht „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG: Erstmals über zehn Milliarden Euro Bilanzsumme“ (Wirtschaftsteil):

Mit Interesse habe ich den Bericht über die Vertreterversammlung der „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ gelesen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass nur die großen Genossenschaftsbanken erfolgreich seien. Auch kleinere Genossenschaftsbanken weisen ähnliche erfolgreiche Zahlen aus. Zum Thema Regionalität möchte ich Folgendes aufführen:

1.) Durch die zahlreichen Fusionen mit den „Großgenossenschaften“ gehen den früheren Standortgemeinden erhebliche Gewerbesteuereinnahmen verloren. Sie erhalten nur noch Bruchteile.

2.) Waren nicht die Arbeitsplätze der früheren selbstständigen Banken näher? Viele Mitarbeiter müssen nach der Fusion in die Stadt zur Hauptstelle pendeln.

3.) Kleinere Genossenschaftsbanken zahlen meist höhere Dividenden. Meine Genossenschaftsbank zum Beispiel drei Prozent statt ein Prozent.

4.) Ist es regional, wenn die Bank die Gaststätte „Malerwinkel“ in bester Chiemseelage kauft und auf dem Grundstück ein Fünf-Sterne-Luxushotel mit 74 Zimmern erbaut und dabei im zweistelligen Millionenbetrag für Touristen der ganzen Welt investiert? Den Bankmitgliedern und Kunden wird die so beliebte Ausflugsgaststätte genommen.

5.) Wurden den 253 Vertretern die Zahlen der Ertragslage der Bank vorenthalten, und wurden sie nicht über die Großinvestition Malerwinkel informiert? Bei einer kleineren Genossenschaft wäre das undenkbar. Ich frage mich, ist die Zukunft eine Zehn-Milliarden-Bank, bei der das Geschäftsgebiet mehrere Landkreise umfasst und bei der Genossenschaftsgedanke sowie Kundennähe immer weniger Rollen spielen? Wenn das so kommt und Normalität wird, dann gibt es keine Gründe mehr, Mitglied und Kunde einer Genossenschaftsbank zu sein.

Johann Brandlhuber

Haag

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