Gefahr für den Fußballsport

Zu Berichten über die Gewaltexzesse beim Fußballspiel zwischen Iliria Rosenheim und ESV Rosenheim im Regionalteil:

Die Folgen des Vorfalls sind bedenklich. So wird bei zukünftigen Spielen stets äußerstes Unbehagen über dem sportlichen Geschehen stehen. Noch viel schwieriger wird die Frage sein, welcher Schiedsrichter wird zu welchen Bedingungen Spiele leiten wollen, bei denen die Mannschaft des FC Iliria Rosenheim beteiligt ist. Forderungen, den FC Iliria Rosenheim aus der Gruppe auszuschließen, sind aber der falsche Weg. Der Verein und allen voran die beteiligten Aggressoren werden für den Vorfall geradestehen müssen. Ungeachtet dessen hieße das, auch die sportlich ambitionierten Spieler der Iliria auf eine Ebene mit Teamkollegen zu stellen, die wahrlich nichts auf dem Fußballfeld verloren haben. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht. Die Beteiligten sollten so schnell wie möglich an einem Tisch zusammenkommen: mit der Vorstandschaft und Abteilungsleitung der Iliria Rosenheim, mit den Vertretern des Bayerischen Fußballverbandes, den Entscheidern im Sportgerichtsverfahren und, als Zeichen der Entschuldigung, den Opfern dieses Vorfalls. Mit mediativer Moderation wird sich eine Lösung finden, die in erster Linie eine zufriedenstellende Wiedergutmachung für verletzte Beteiligte als Prämisse haben sollte. Diese Wiedergutmachung könnte für das Sportgericht als Grundlage der Sanktionen gelten.

Martin Metzger

Rosenheim

Wie ja allgemein bekannt ist, nimmt die Gewalt und Respektlosigkeit in allen Gesellschaftsbereichen zu - auch im Fußballsport. Meist sind es dieselben Vereine, bei denen die Emotionen in Gewalt ausarten. Leidtragende sind vor allem die Schiedsrichter. Über die im Bericht geschilderten Vorkommnisse kann man nur den Kopf schütteln. Die Schiedsrichter sollten sich solidarisch erklären und kein Spiel mehr leiten, bei dem so ein Verein beteiligt ist. Oder der zuständige Fußballverband wird selbst tätig und schließt einen solchen Verein vom Spielbetrieb aus. Es darf nicht sein, dass ein paar Rüpel die Gesundheit von Menschen gefährden, die in ihrer Freizeit Sport treiben. Im Übrigen sollte sich der BFV-Vizepräsident und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft "Gemeinsam und Fair" weniger mit Internet-Foren beschäftigen, sondern mit den Vorkommnissen auf Fußballplätzen.

Günter Bellaire

Rosenheim

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