Gefährlichkeit von Corona umstritten

Es herrscht Maskenpflicht: Der Rosenheimer Metzgermeister Hubert Lohberger klopft einen entsprechenden Hinweis mit Reißnagel und Fleischerbeil an den Türrahmen seines Geschäfts am Salzstadel. Hase/dpa
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Es herrscht Maskenpflicht: Der Rosenheimer Metzgermeister Hubert Lohberger klopft einen entsprechenden Hinweis mit Reißnagel und Fleischerbeil an den Türrahmen seines Geschäfts am Salzstadel. Hase/dpa

Zur Corona-Berichterstattung (Politik- und Bayernteil):

Kein Tag, an dem nicht über Corona berichtet wird. Aber ist alles gesagt? Warum werden beispielsweise die Argumente herausragender Ärzte und Professoren wie Dr. Wodarg, Professor Bhakdi, Dr. Schiffmann, Dr. Köhnlein und vieler anderr nicht nur ignoriert, sondern diese sogar diffamiert und lediglich die Worte von Professor Drosten herangezogen, um Verbote auszusprechen, die unser aller Zusammenleben massiv einschränken? Warum wurde im Winter 2017/2018 keine Epidemie ausgerufen, obwohl damals laut Robert-Koch-Institut die geschätzte Anzahl der Grippetoten in Deutschland bei über 25 000 lag, was der höchsten Zahl seit 30 Jahren entspricht und mit dem derzeitigen Geschehen nicht vergleichbar ist? Warum ist in Schweden die Zahl der gemeldeten Neuinfizierten ebenso rückläufig wie bei uns, und das ganz ohne „Lockdown“? Laut der Heinsberger Studie von Dr. Streek unterscheidet sich die Sterberate bei Covid 19 mit circa 0,37 Prozent – mit weiter sinkender Tendenz – nicht wesentlich von der einer Influenza-Grippe. Wieso rät das Robert-Koch-Institut ab, Verstorbene zu obduzieren, obwohl dies die einzige Möglichkeit ist, herauszufinden, woran sie gestorben sind? Wie kann es sein, dass die enorm schwächenden Auswirkungen auf unser Immunsystem, welche die Mikrowellenstrahlung, von der wir ständig umgeben sind (UMTS, LTE) und die jetzt im Aufbau befindliche zusätzliche Strahlung von 5G, verharmlost wird? Wichtig ist, das Immunsystem auf natürliche Weise zu stärken durch ein gesundes Leben und eine gesunde Umwelt.

Simone Batek

Kolbermoor

Ein Leserbrief hat mich sehr aufhorchen lassen. Da rin wurde ein Vergleich der „normalen“ Influenza mit der Corona-Pandemie aufgeführt. Ich muss gestehen, dass ich Ende Februar auch noch so gedacht habe. Auch einige Staatsmänner weltweit waren auf dem gleichen Irrweg, wie sich heute mehr und mehr zeigt. Man kann die Aggressivität des Coronavirus nicht mit dem der Influenza vergleichen. Zu Influenza-Zeiten gab es nicht das Problem von Krematorien, deren Kapazität zur Einäscherung nicht ausgereicht haben, oder des Fehlens von Särgen. Dies war vor einigen Wochen in Italien zu sehen und wiederholt sich in Frankreich. Die riesigen gekühlten Pariser Markthallen (Paris Rungis), zurzeit wegen des Corona-Verbotes nicht als Lebensmittelmarkt zu nutzen, wurden umfunktioniert, um die zahlreichen Toten der Corona-Pandemie „zwischenzulagern“. Weitere Beispiele finden sich in New York und in England. Gerade ältere Menschen wurden und werden oft „aussortiert“ und von einer Intensivbehandlung ausgeschlossen. „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt“, sagte unser ehemaliger Bundespräsident Gustav Heinemann. Dass es bei uns nicht so weit gekommen ist, haben wir meiner Meinung nach unserer vorausschauenden und umsichtigen Bundesregierung von Frau Merkel und unserer Landesregierung von Herrn Söder zu verdanken.

Volker Paul Weindel

Chieming

Früher war man in hohem Alter darauf gefasst, sterben zu müssen. Heute wird Alter und Sterben negiert, kommt nicht vor, wird abgeschoben und verdrängt. Durch die Corona-Krise werden wir erneut mit diesen Themen konfrontiert. „Normale Kranke“ trauen sich nicht mehr ins Krankenhaus, Alte werden eingesperrt und Sterbende darf man nicht mehr besuchen. Wer kümmert sich um die Tausende Kinder, alte und junge Menschen, die täglich verhungern oder unter Kriegen leiden? Das ist ja alles so weit weg und davon liest man im Moment fast gar nichts. Was machen wir, wenn in zwei Jahren ein erneuter Virus, eine neue Mutation auftaucht? Steht dann auch alles still – Wirtschaft, Kultur, Sport, ein Miteinander – weil Gesundheit so wichtig ist? Man vergisst allerdings, was an Depressionen, Suiziden, Behandlungsverweigerung anderer Krankheiten, Aggression und Gewalt damit einhergeht. Die Kirche hilft uns im Moment auch nicht in der Bewältigung der Frage nach Tod und Auferstehung. Früher war der Tod angeblich eine Erlösung vom Leid dieser Welt, auch von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Not. Man brauchte sich dadurch nicht den Fragen nach Gleichheit, Umverteilung der Güter und sozialer Gerechtigkeit stellen. Ich glaube immer noch an Gott und an eine Auferstehung, in welcher Form auch immer, und lebe „im Moment“, genieße die Natur, mein Alter (79) und freue mich an Begegnungen, Freundschaft und Liebe.

Lonika Herzog

Stephanskirchen

Seit Mitte März gelten dank Ministerpräsident Markus Söder für alle Bürger in Bayern Ausgangsbeschränkungen. Doch wenn man in Bad Feilnbach an der Zufahrt zum Jenbachtal wohnt, fragt man sich, ob diese Gegend davon ausgenommen ist. Vor Ostern war der Ausflugsansturm der Radler und Wanderer schon massiv, über die Feiertage wurde er durch die Sperrung der Parkplätze nachhaltig eingeschränkt! Doch diese Regelung fand weder letztes noch dieses Wochenende eine Wiederholung. Die Gemeinde ließ den Dingen ohne jede Kontrolle ihren Lauf, und die Anwohner aus München, Ebersberg, Traunstein, nur als Beispiel, strömten nur so daher. Wo bleibt da die Eigenverantwortung unserer bewegungsfreudigen Mitbürger? Jedem ist die Bewegung an frischer Luft gegönnt, aber bitte nicht in 30 bis 50 Kilometer Entfernung vom Wohnort! Wenn uns eine weitere Infektionswelle überrollt, ist das Geschrei groß, aber niemand will vorher zurückstecken und mal auf die Wandertouren verzichten! Liebe Leute werdet wach und besinnt euch auf eure Bürgerpflichten oder wenigstens auf die Nächstenliebe! Der Egoismus sollte immer an letzter Stelle stehen!

Sibylle Reincke

Bad Feilnbach

Bei den Neuinfektionen schneidet Bayern im Vergleich mit aktuell circa 0,4 und 1,5 am Anfang des Monats April nicht so gut ab wie Deutschland mit circa 0,2 und 0,8. Wesentlich besser machen es anscheinend die Österreicher, welche jetzt bei circa 0,1 stehen. Die Alpenrepublik war Ende März noch bei einem Wert von etwa 1,3 Neuinfektionen pro Tag und 10 000 Einwohner, also fast gleich mit Bayern. Wer nun glaubt, die einschränkenden Maßnahmen der Regierungen würden nichts bringen, der soll sich die Zahlen von Schweden – deren Bewohner ja wesentlich weniger Einschränkungen erdulden müssen – anschauen. Die Schweden hatten Anfang April noch weniger als 0,5 Neuinfektionen pro Tag und 10 000 Einwohner, aktuell sind es schon über 0,7. Tendenz steigend. Die Stadt Rosenheim ist im internationalen Vergleich „Spitze“. Selbst Spanien hatte nie höhere Werte als Rosenheim Stadt jetzt aktuell. Sicher gibt es in Deutschland noch vereinzelt weitere Landkreise mit ähnlich hohen Neuinfektionsraten, aber unser Ziel sollte es doch sein, „österreichische Zahlen“ zu erreichen. Dann könnte das Gesundheitsamt auch wieder jedem Einzelfall nachgehen und bräuchte niemanden abwiegeln, dessen Frau an Corona erkrankt war und er selbst Grippesymptome hatte. Dieser Herr wurde bis heute nicht auf Corona getestet. Vielleicht mit ein Grund, warum Rosenheim eine so hohe Neuinfektionsrate hat?

Leonhard Maier

Babensham

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass bei den Discountern Sicherheitskräfte vor Ort sind. Mit etwas Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis kann man schnell feststellen, dass die Qualifikation, was Eignung, Benehmen, Ausbildung und Sprachkenntnisse betrifft, mehr als mangelhaft ist. Ich bin entsetzt, wie viel offenbar Lidl und Co. Sicherheit und Gesundheit ihrer Kunden Wert ist. Nachdem ich verschiedene Behörden mit vielen mühsamen Telefonaten auf diese Mängel aufmerksam machen konnte, haben diese die Situation angeblich geprüft, mit dem Ergebnis, es sei alles in bester Ordnung. Diese Verantwortlichen in den Behörden waren sehr schwer erreichbar und für Bürger eigentlich nicht zu sprechen. Schließlich hat man mir zugesagt, sich zu bemühen, den Missstand zu beseitigen. Eine Verbesserung der Lage konnte ich nicht feststellen. Wo sind wir hingekommen, wenn Personen, von denen man nicht genau weiß, ob sie überhaupt eine Ausbildung haben, für die Gesundheit und Sicherheit der Bürger in diesen schwierigen Zeiten zuständig sind.

Christian Schmoeckel

Stephanskirchen

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