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Gedanken zum Menschenverstand

Zur Berichterstattung über die Greensill Bankenpleite, Elektromobilität und Gender-Debatte (Politik- und Wirtschaftsteil/ Leserbriefe):

Bei Durchsicht der Berichte und teils kontroversen Leserbriefe fällt auf, dass aus meiner Sicht so manches Mal der gesunde Menschenverstand abhandengekommen ist. Drei Beispiele.

Greensill Bankenpleite: Wie kann es sein, dass Städte und Sendeanstalten wie NDR und SWR öffentliche Gelder in sieben- bis achtstelliger Höhe bei einer fragwürdigen ausländischen Bank anlegen, die als einziges Institut im Bundesgebiet ein Prozent Zins mehr als andere geboten hatte? Um spontan Misstrauen gegenüber einer solchen Bank zu wecken, braucht es meines Erachtens weder die BaFin noch eine Ratingagentur, ein gesunder Menschenverstand bei den Verantwortlichen hätte völlig genügt.

Elektromobilität: Zweifellos ist sie unverzichtbar und nötig für das Erreichen der Klimaziele. Allein das missionarische Sendungsbewusstsein einiger Befürworter der Elektromobilität empfinde ich als verstörend. Unbestritten ist meines Wissens, dass der Autoverkehr weltweit lediglich mit zwei Prozent an den klimaschädlichen Emissionen beteiligt ist, weniger als der globale Schiffsverkehr mit 2,5 Prozent. Ungeklärt ist auch, wie und wo Millionen von Batterien abends annähernd gleichzeitig aufgeladen werden können. Der Menschenverstand sagt mir daher, dass E-Autos nicht massentauglich sein können.

Gender-Anrede in der Bundeswehr: Die Vorlagen zur Einführung der Anrede waren im Verteidigungsministerium offenbar schon weit gediehen. Erst ein kollektiver Aufschrei im Bundeswehrverband führte dazu, dieses Vorhaben stillschweigend zu beerdigen. Was verwundern muss, ist die Tatsache, dass nicht bereits in der Diskussionsphase, spätestens beim Durchdeklinieren der Dienstgrade den Ministerialen die Absurdität des Unterfangens deutlich geworden war.

Volkart Rothweiler

Bad Aibling

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