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Ganz ohne Stress mit dem Radl zum Bahnhof

Zum heutigen Bericht „Jeder Arbeitstag startet mit Stress“ im Regionalteil:. Der Stress der Pendler beginnt ja nicht erst am Bahnhof. Dass viele Menschen mit dem Auto zur Arbeit oder zum Bahnhof müssen, ist halt so.

Schon die Anfahrt, egal ob mit Bus oder Auto, ist durch das nahezu permanente Verkehrschaos in und nach Rosenheim problematisch. Die Linienbusse stehen im Stau und fahren deshalb „planlos“. Was fehlt, ist ein sicherer, schienengeführter Zulauf nicht nur aus dem Westen (Bad Aibling, Kolbermoor), sondern auch aus dem Osten (Rohrdorf, Thansau, Stephanskirchen-Landl). Die vor einigen Jahren elektrifizierte Bahnstrecke wird lediglich von wenigen Güterzügen genutzt. Nur zur Wiesnzeit fahren Personenzüge und tragen so zur Entlastung von Straßen und Parkraum bei. Die Verlängerung des Meridians bis Rohrdorf bedürfte einer ernsthaften Prüfung. Mit dieser Bahnverbingung ließen sich nicht nur der Pendlerverkehr, sondern auch der Pendlerstress mit relativ geringen Investitionen deutlich zurückfahren. Deutlicher jedenfalls als mit sinnlosen Gutachten, Straßenbau und dritten Innbrücken. Das bayerische Innenministerium hat dem Bahnhalt Stephanskirchen-Scheiberloh eine Absage erteilt. Wegen dreier Minuten ginge das nicht. Kann man am Computer alles simulieren außer den Bahnverkehr in Südostoberbayern? Herr Bugl bedauert, dass der Parkplatz Gießereistraße so schlecht angenommen wird. Bei den Preisen kein Wunder. Den Anteil an der Einkommensteuer der München-Pendler möchte die Stadt schon haben, aber ihnen bei den Parkgebühren entgegenzukommen, geht leider nicht. Seit Jahren weigert sich die Stadt, ein ÖPNV-Konzept vorzulegen, das auch seinen Namen verdient. In gewisser Weise auch verständlich. Sie muss ja ihre Parkhäuser voll bringen.

Christoph Meier Stephanskirchen

Nicht aber, wenn man in Rosenheim wohnt wie die beiden Herren Müller und Fersadi. Wegen eines Krawattenjobs das Auto benützen zu müssen, weil Hitze, Regen oder Schnee die Benutzung eines Fahrrades nicht zuließen, ist eine Ausrede. Ich behaupte das mit der Kompetenz, über 33 Jahre täglich ganzjährig bei jedem Wetter mit dem Fahrrad von Raubling nach Rosenheim gefahren zu sein – als Diplom-Ingenieur zur rechten Zeit auch mit Krawatte! Die erforderliche Ausrüstung ist Gesundheit, die Überwindung der eigenen Bequemlichkeit, passende Schutzbekleidung und ein ganz normales Fahrrad, auf das ich im Winter Spikereifen aufgezogen habe. Unabhängig von Wetter, Verkehrslage oder Tageszeit brauchte ich selten mehr als 25 Minuten von der Haustüre zum Arbeitsplatz. Automobil ist für mich in erster Linie ein Eigenschaftswort („Beweglich aus eigener Kraft“) und dann erst ein Gegenstand. Mit der Radfahrt Stress abzubauen, war für mich ein Gewinn an Lebensqualität, den ich nicht missen möchte. Dass es nebenbei noch gesund ist, mag man daran messen, dass ich auf mehr Betriebszugehörigkeitsjahre als Krankheitstage zurückblicken kann. Es gibt nur eine Ausrede für einen gesunden Menschen, weniger als zehn Kilometer nicht mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und die heißt: „Ich mag nicht“. So ehrlich sollte man sein. Jedenfalls aber Anerkennung für die Bemühung um mehr Parkplätze am Bahnhof. Nix für ungut.

Franz Pichler Raubling

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