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Gallizismen, Anglizismen und falsches Deutsch

Zu den Artikeln „Napoleon – Bayerns Königsmacher“ und „Die Maske droht zu rutschen“ (Bayernteil):

Anlässlich Napoleons 200. Todestag konnten wir erfahren, dass sich damals die „Modesprache Französisch“ auch im bairischen Dialekt niedergeschlagen hat. Trottoir, Paraplui, Böfflamot und Schäsn wurden genannt, jedoch vermisste ich das schöne Wort Potschamperl (Nachthaferl) von „pot du chambre“ (Topf des Zimmers). Während diese Dialektwörter fast ausgestorben sind, wurden rund 1000 andere Gallizismen ins Deutsche aufgenommen und sind heute noch gebräuchlich. Inzwischen nehmen wir noch viel mehr Wörter aus dem Englischen auf (Anglizismen) wie coronabedingt, Lockdown, Superspreader, Homeoffice, Homeschooling. Das mag nicht jedem gefallen, aber die englischen Ausdrücke sind oft kurz und prägnant – Prallkissen für Airbag, oder Klapprechner für Notebook klingen doch schwerfällig. Wenn nun aber Jens Spahn sagt, dass die „Masken zwar eine nervige, aber händelbare Maßnahme sind“, so geht das gar nicht. Das Wort händelbar gibt es im Deutschen nicht, es hat auch nichts mit dem Komponisten zu tun. Es gibt nur handhabbar – „to handle“ heißt auf Deutsch handhaben, und da hat der liebe Jens beide Sprachen verquickt.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

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