Füracker ist ein Auslaufmodell

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Oh, der Herr Füracker! Er ist einer der letzten bayerischen Politiker, die noch dem mit FJS eingeführten „Bayern-Rassismus“ nachhängen, also der Haltung, dass in Deutschland a) nur aus Bayern was Gescheites kommt, dass es b) jenseits der bayerischen Grenzen eh nur Gschwerl gibt und dass c) ohne Bayern Deutschland in sich zusammenfallen würde.

Zum Glück hat sich diese Haltung unter der Führung von Markus Söder geändert, das bayerische Kabinett besteht jetzt mehrheitlich aus Politikern, die zwar ihren Stolz auf Bayern nicht verhehlen (sollen sie auch gar nicht), aber zumindest einen gewissen Respekt für die anderen deutschen Lande mitbringen. Söder wäre übrigens meiner Ansicht nach – sofern er es will – momentan der einzige sinnvolle Kanzlerkandidat. Edmund Stoiber hätte anno 2002 Kanzler werden können – das behaupte ich einfach mal – wenn er in dieser Hinsicht klüger gewesen wäre und nicht ständig Bayerns Überlegenheit in die Welt geblasen hätte. Nicht jeder lässt sich gerne ständig aus Bayern in die Suppe spucken.

In diesem Sinne ist Herr Füracker ein Auslaufmodell. Seine Kompetenz als Finanzminister möchte ich ihm deshalb nicht absprechen, aber vom Atmosphärischen her wäre ein anderer kompetenter Kopf an dieser Stelle keine so schlechte Idee.

Manfred Altmann

Rosenheim

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