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Leserbrief

Fünf wichtige Aspekte zum Brenner-Nordzulauf

Zur Berichterstattung über den Brenner-Basis-Tunnel (Regionalteil):

In dem Interview nimmt Herr Dr. Wojahn auch Stellung zum Brenner-Nordzulauf der Bahn. Leider hat er dabei wichtige Fakten nicht berücksichtigt.

1. Es darf keine gigantischen Baumaßnahmen (mit oder ohne Tunnel) geben, wenn es keinen nachgewiesenen Bedarf gibt. Da die bestehende Bahnstrecke im Inntal aber selbst nach Angaben der „Szenarienstudie 2050“ bei lokaler Optimierung eine Kapazität von 352 Zügen pro Tag hat, die derzeit nur zu weniger als der Hälfte ausgelastet ist, wäre genug Platz, schon jetzt Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

2. Wozu man zur Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene eine Hochgeschwindigkeitsstrecke mit 230 km/h braucht, wenn Güterzüge maximal 120 km/h erreichen, bleibt nicht nur in der Region schleierhaft. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke erfordert aber wegen wesentlich größerer Kurvenradien und geringer Steigungen unverhältnismäßig mehr Aufwand und Umweltbelastung. Sehr kritisch setzt sich damit auch der Sonderbericht 19/2018 des Europäischen Rechnungshofes auseinander.

3. Kein vernünftiger Mensch glaubt, dass im Jahr 2050 noch ein wesentlicher Teil der Lkw-Flotte CO2ausstößt. Von den gewaltigen CO2-Emissionen eines Tunnelbaus braucht man da gar nicht zu reden.

4. Im Interesse der Steuerzahler dürfen „Milliarden Euro an Steuergeldern“ nur aufgewandt werden, wenn der Nutzen der Maßnahme die Kosten übersteigt (Nutzen / Kosten > 1,0). Selbst nach einer Untersuchung im Auftrag der Bahn („Projektdossier Planfall 009b“) berechnet sich bei Kosten von 1,8 Milliarden Euro ein Nutzen/Kosten-Verhältnis von 0,8.

5. Vier Gleise beim Nordzulauf machen keinen Sinn, wenn der Südzulauf in Italien von Waidbruck bis Verona auf unabsehbare Zeit zweigleisig bleibt

Prof. Dr. Roland Feindor

Rosenheim

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