Freiheit nur im Traume

Zu "Malala - Symbol im Kampf gegen die Taliban" im politischen Teil:

Ein 14-jähriges Mädchen wurde in Pakistan niedergeschossen von den Taliban. Sie kämpfte für die Rechte der Mädchen und Frauen. Und so geschieht es weltweit, dass immer irgendwo ein Krieg tobt, seit es Menschen gibt. Das beschreibt Friedrich Schiller um 1790 in "Der Antritt des neuen Jahrhunderts." Hier ein Auszug:

"Edler Freund! Wo öffnet sich dem Frieden, wo der Freiheit sich ein Zufluchtsort? Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden, und das neue öffnet sich mit Mord. Und das Band der Länder ist gehoben, und die alten Formen stürzen ein; nicht das Weltmeer hemmt des Krieges Toben, nicht der Nilgott und der alte Rhein. Wo gewaltige Nationen ringen um der Welt alleinigen Besitz, aller Länder Freiheit zu verschlingen, schwingen sie den Dreizack und den Blitz. Zu des Südpols nie erblickten Sternen dringt sein rastlos ungehemmter Lauf, Inseln spürt er, alle fernen Küsten - nur das Paradies nicht auf. Endlos liegt die Welt vor deinen Blicken, und die Schifffahrt selbst ermisst sie kaum, doch auf ihrem unermessnen Rücken ist für zehen Glückliche nicht Raum. In des Herzens heilig stille Räume musst du fliehen aus des Lebens Drang, Freiheit ist nur in dem Reich der Träume, und das Schöne bleibt nur im Gesang."

Und das vor 220 Jahren. Hat sich was geändert?

Eva Maria Langenheldt

Brannenburg

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