Ein Freibrief für alle Raser

Zum Beitrag „Völlig überzogen“ (Leserbrief von Wolfgang Fuchs):

Herr Fuchs schreibt, der Maßnahmen-Katalog führe zu reihenweisem Führerschein-Einkassieren, jedoch natürlich gehören Raser und Drängler abkassiert oder bestraft oder ihnen der Führerschein entzogen. Nun gut, geben wir einen Freibrief aus an alle, die aus Unachtsamkeit im Stress mal etwas zu schnell fahren, an die kleinen Leute, an die Paketfahrer und Außendienstler und Pizzaboten und Taxifahrer und Pflegedienste und Berufspendler, also an alle, die auf den Führerschein angewiesen sind – und an alle Normal-Bürger, die sich durch den Alltag wursteln. Dann können wir gleich noch die immer wieder in Statistiken genannte Minderheit von 10 bis 15 Prozent Unbelehrbaren hinzunehmen. Aber ups, dann dürfen ja jede/r die Regeln nach Tageslaune oder Hormonzustand ignorieren? Um wiederkehrende Raser vom braven Michel zu unterscheiden, müsste merklich breiter kontrolliert werden. Da ist das nächste Aufjaulen des Normal-Bürgers vorhersehbar. Wer auf wenig Kontrolle besteht, braucht abschreckende Strafen, wo es offenbar kein Unrechtsbewusstsein gibt. Die unterschwellig geduldeten 20 km/h über der Regel in der Ortschaft sind deutlich zu viel!

Helmut Hau jun.

Bruckmühl

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