Flächenverbrauch stoppen

Zur Berichterstattung über das Thema Flächenverbrauch (Politik):

Im Zuge des Coronavirus ist man davon ausgegangen, dass Menschen in Deutschland, Europa und weltweit zum Nachdenken kommen. Systemrelevante Dinge sollen im eigenen Land produziert werden. Systemrelevante Berufe sollen besser entlohnt werden.

Doch nun, zu einem Zeitpunkt, als alles glimpflich ausgegangen zu sein scheint, wird wieder Gas gegeben, Flüge finden wieder statt, das Individual-Verkehrsaufkommen ist höher als vor Corona und zum Nachdenken scheint keine Zeit mehr zu sein. Die Bundesregierung möchte den deutschlandweiten Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag beschränken. Nicht nur, dass wir derzeit täglich noch etwa doppelt so viel verbrauchen, selbst angenommene 30 Hektar ergeben im Laufe von zehn Jahren mehr als 100 000 Hek tar.

Hören wir auf damit zu glauben, dass wir diejenigen sind, die sich diesen Wahnsinn erlauben dürfen. Politiker sollten sich, anstatt auf Fehler der anderen zu schauen, Gedanken machen und gemeinsam ein Instrument, das in aller Munde ist, zur Lösung des Problems verwenden. Vernünftig und nachhaltig scheint eine Quotenregelung, um das Problem zu lösen. Eine prozentuale auf Dauer festgelegte Verteilung von Wald, Wiesen und Ackerflächen, Industrie- und Infrastruktur, Siedlungs-, Freizeit- und Naturschutzgebiete und aller anderen Dinge könnte dazu führen, dass Kulturlandschaft erhalten bleibt für unsere und vor allem auch nachfolgende Generationen. Andernfalls wird es immer wieder einen scheinbar wichtigen und guten Grund geben, Flächen unwiederbringlich und mit den bekannten Folgen für Mensch und Natur zu versiegeln.

Manfred Fischer

Velden

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