Flächenfraß durch neue Verkehrstrassen

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Für Ortsumfahrungen und neue Trassenplanung wird im Landkreis Rosenheim rege geplant. Neue Trassen werden durch noch intakte Landschaften gezogen, wo vorher der Bau eines Hauses schon ein absolutes Tabu war, um einer Zersiedelung der Landschaft vorzubeugen. Dies scheint bei Planungen für Straßen, wie derzeit in Halfing, keine Rolle zu spielen. Es werden nach wie vor großzügig Naherholungsgebiete durchschnitten, so als ob auch weiterhin für die kommenden Generationen genügend Fläche zur Verfügung steht. Hierfür werden ja auch die sogenannten Ausgleichsflächen „erschaffen“. Und ist im blinden Planungsaktionismus ein solches Vorhaben realisiert, dann werden oft nach dem Motto „ist die Landschaft nun schon mal ruiniert“ – dort auf diesen grünen Flächen inmitten der oftmals schönsten Gebiete – erst einmal große Gewerbebetriebe angesiedelt. Es ist ja jetzt eine schöne Straße vor Ort. Und wo Arbeitsplätze entstehen, wird Wohnraum benötigt. Somit erhöht man stetig den Verkehr und die Belastungen steigen wieder. Straßen werden von Steuergeldern gebaut für Mautflüchtlinge und Freizeitreisende, um Zeit zu sparen. Zeit, die man dann wegen Überfüllung der Freizeitziele mit Warten verbringt. Vielleicht sind gerade diese Gemeinden oder Städte zukunftsorientiert und vorausschauend, die der Erhalt von Naherholungsgebieten und unserem hohen Gut Natur (auch durch Tunnelbau) am Herzen liegt und der Schutz wirklich aller Bürger Ziel ist.

Heidi Fegl

Halfing

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