Filtertechnik garantiert sauberes Wasser

Zur aktuellen Diskussion um den Trinkwasserschutz (Berichte im Regionalteil, Leserbriefe).

Die Ängste der Leserbriefschreiber um sauberes Trinkwasser aus dem Schutzgebiet Willing sind angesichts des alten Werbeslogans der Wasserwirtschaft, Trinkwasser sei unser wichtigstes Lebensmittel, verständlich. Zur Demaskierung dieses für viel Verwirrung sorgenden Slogans greifen wir auf die amtliche bayerische Statistik zurück, die besagt, dass in Bayern der Verbrauch pro Kopf und Tag zirka 136 Liter Wasser beträgt, von denen nur 5,6 Liter auf die Trinkwassernutzung entfallen. Der Hauptteil von 130,4 Litern wird als Spül-, Kühl-, Wasch-, Putzwasser und so weiter genutzt; 36,7 Liter davon werden täglich ins Klo gespült, so die Statistik! Das in der Willinger Au geförderte Wasser war in der Vergangenheit mehrfach belastet, auch mit Verunreinigungen, die nicht aus der Landwirtschaft stammen konnten. Ursprung und Ursache des Problems sind nicht nachprüfbar aufgeklärt.

Deswegen müssen weitere Untersuchungen solange durchgeführt und veröffentlicht werden, bis bewiesene Klarheit herrscht. Es nützt dem Wasserabnehmer nichts, wenn man, wie jüngst geschehen, auf reinen Verdacht hin die Landwirtschaft durch Bewirtschaftungsverbote belastet und damit die wahre Ursache der Einträge ins Grundwasser möglicherweise nicht beseitigt und die Gefahr unvorhersehbar eintretender Wasserbelastung bestehen bleibt. Da UV-Anlagen zum Schutz des Wassers heute nicht mehr als ausreichend gelten, setzt man andernorts längst im großen Stil Filtertechnik ein. Sie garantiert sauberes Wasser. Warum das Landratsamt Rosenheim diese Möglichkeit ablehnt, wurde nicht begründet. Eigentum ist in Deutschland streng geschützt. Eigentumseingriffe müssen nachhaltig entschädigt werden. Unter diesem Gesichtspunkt wäre die Filtertechnik die mit Abstand für den Wasserpreis billigere und in Willing schnell helfende Lösung.

Hubert Ranner

Bad Aibling

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