Feste Quoten in der Lebensmittel-Produktionskette

Zur Berichterstattung über die Preise für Nahrungsmittel (Politik):

Politiker quer durch alle Parteien streiten sich über ethische Preise für Nahrungsmittel, Preiswerbeverbot für Fleisch und ähnliche Dinge. Frau Klöckner, CDU, hat das Vorhaben, Fleisch nicht mehr mit Preisen zu bewerben, sogar schon ans SPD-geführte Justizministerium zur Prüfung weitergegeben. Und CSU-Bundestagsabgeordneter Max Straubinger wehrt sich dagegen. Anstatt Preise festzulegen, von denen sich dann meistens doch der Handel und die verarbeitenden Betriebe die größten Stücke nehmen, sollte man überlegen wie der Hersteller der Grundprodukte, im Fall von Lebensmitteln also der Bauer, zu einem vernünftigen Preis kommt. Eine Möglichkeit sehe ich darin, dauerhaft festzulegen, welche Quote des Verkaufspreises jeder Einzelne in der Produktionskette bekommt. Im Durchschnitt kommen momentan etwa 20 Cent von einem Euro beim Landwirt an, während sich Verarbeiter und Handel den Rest der Marge teilen. Es sollte doch möglich sein, den Anteil des Landwirts zu verdoppeln, ohne dass alle anderen Beteiligten gleich darben müssen. Positiver Nebeneffekt dieser Vorgehensweise wäre außerdem, dass unsere wieder durchatmenden Bauern dann sicherlich bereit sind, sinnvolle Veränderungen in Sachen Bodenbewirtschaftung und Haltungsformen umzusetzen und aufgrund wieder angemessener Einkommen auch die Möglichkeit haben, entsprechend zu investieren.

Denken wir als Verbraucher doch abschließend einfach einmal darüber nach, wie viel wir bereit sind für unser Essen auszugeben.

Manfred Fischer

Velden

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