Falsches Feindbild FDP

Zum „FDP als Wolf im Schafspelz“ (Leserbrief von Hansjochen Klauss) und zum Kommentar „Problembär Kemmerich“ (Politikteil):

Der Leserbrief von Herrn Klauss, in dem er dem „Ex-Kurzzeitministerpräsidenten“ von Thüringen, Kemmerich, und der ganzen FDP die Rolle eines „Wolfs im Schafspelz“ sowie Herrn Anastasiadis für einen Kommentar, in dem er Kemmerich als „Problembären“ bezeichnet hat, die eines Parteigängers der FDP zuweist, darf nicht unwidersprochen bleiben! Herr Anastasiadis ist sicher kein Leisetreter. Ihn nur deshalb, weil er mit seiner kritischen Bewertung des Verhaltens von Herrn Kemmerich nicht gleich auch die ganze FDP „in die Pfanne haut“, als „mehr oder weniger intelligent“ agierenden „Parteigänger“ der FDP zu beschreiben, wird weder Herrn Anastasiadis noch der FDP gerecht!

In jedem politischen Lager gibt es Persönlichkeiten, deren Äußerungen oder Verhalten geeignet sind, die Partei, der sie angehören, in Misskredit zu bringen. Eine Partei hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten, sich gegen „Ausrutscher“ ihrer Mitglieder zu wehren.

Wenn Herr Klauss sich über die angeblich „diffuse Rolle“ der FDP in der Corona-Krise auslässt, zeugt dies nur von einer einseitig feindseligen Fixierung! Es dürfte ihm nicht entgangen sein, dass sich diese Herausforderung in allen politischen Lagern und gesellschaftlichen Schichten, ja sogar im Bereich der Virologen in höchst kontroversen Positionen niederschlägt.

Diesen Umstand gerade einer der Freiheit des Einzelnen verpflichteten liberalen Partei, die sich naturgemäß einer besonderen Meinungsvielfalt erfreut, anlasten und diese dabei in die Nähe der unseligen AfD rücken zu wollen, spricht nicht für hohe Urteilsfähigkeit! Wenn es eine Partei gibt, die populistischen Bestrebungen in unserem Land entgegentritt, ist dies gerade die FDP!

Christian Engert

Bernau

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