Falsche Rechnung

Zu „Zuschuss für Gutverdiener“ (Leserbrief von Jürgen Böhm):

Herr Böhm liegt mit seinen Behauptungen daneben. Die Zahnärzte erhalten ein Budget, das nach Einzelleistungen abgearbeitet werden muss. Dieses Budget wird für 2020 um zehn Prozent im Vergleich zu 2019 gekürzt. Übersteigt die Summe der Einzelleistungen das zur Verfügung gestellte Budget für 2020, müssen diese Leistungen 2021 bis 2022 an die Kassen zurückgezahlt werden. Die Zahnärzte erhalten also 2020 zehn Prozent weniger Mittel für die Patientenversorgung. Leistungen, die das Budget übersteigen, erbringen die Zahnärzte umsonst – der Lohn dafür, dass die Zahnärzte mit hohem Infektionsrisiko für Angestellte und sich selbst arbeiten. Danke Vater Staat! Nach Auskunft der Krankenkassen muss über das Gesamtbudget noch verhandelt werden, sodass bei Überschreitung des 90-prozentigen Vergütungsvolumens für 2020 Behandlungseinschränkungen verhindert werden können.

Dr. Rolf-Jürgen Löffler

Stephanskirchen

Der Leserbrief ist schlichtweg falsch, bewusst irreführend und vermutlich aus der Triebnatur des Sozialneids geboren. Nach der Regelung der SARS-CoV-2-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung gibt es nur Hilfen in Form von Krediten, wie für die meisten anderen Selbstständigen auch. Angemessener wäre ein Leserbrief gewesen, der sich dankend an alle Zahnärzte, Ärzte, samt Praxispersonal wendet, die trotz größtenteils mangelhafter Schutzausrüstung die medizinische Versorgung aufrecht erhalten haben. Mehr Gelassenheit und weniger Populismus täte uns in diesen Zeiten allen gut zu Gesicht stehen.

Dieter Beck

Rechtmehring

Kommentare