Erste Wahl ist das Steinsalz

Zum Leserbrief von Marianne Höcherl „Salz ist nicht gleich Salz“:

Uwe Karstädt, Medizinautor, spricht von massiven Mineraliendefiziten in unserer heutigen Bevölkerung. Er bringt diese sogar in Verbindung mit neuzeitlichen Zivilisationskrankheiten.

Früher waren die Menschen ausreichend mit Mineralsalzen versorgt, weil sie natürliche Salze mit allen 72 lebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen als Zusatz zum Kochen und zur Haltbarmachung von Lebensmitteln verwendeten. Heute wird von den meisten in der Regel Kochsalz verwendet, das infolge eines chemischen Raffinationsprozesses (warum eigentlich?) so gut wie keine Mineralstoffe mehr enthält. Kochsalz wird zum Kochen genommen, ist in vielen Lebensmitteln enthalten (Brot, Wurst, Käse zum Beispiel). Deren Haltbarmachung erfolgt durch Kälte im Kühlschrank. Karstädt ist auch der Meinung, dass Vitamine nur effektiv sind, wenn alle Mineralien und Spurenelemente vorhanden sind.

Beim Salz sollte man wohl drei Arten unterscheiden: Erstens: Kochsalz (Speisesalz) – Raffination von Meersalz. Zweitens: neuzeitliches Meersalz (zum Beispiel aus Cervia an der Adria). Drittens: uraltes Meersalz (Steinsalz): abgebaut in Salzbergwerken.

Erste Wahl ist sicherlich das Steinsalz, das als „Ur-Salz“ naturbelassen und unbehandelt ist. Es wird nichts weggenommen und nichts hinzugefügt. Außerdem gab es in Urzeiten noch keine Verunreinigungen durch Mikroplastik beziehungsweise Schwermetalle.

Wolfgang Endele

Bad Aibling

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