Erschreckende Wortwahl

Bernd Riexinger,Parteivorsitzender von „Die Linke“, (hier mit seiner Co-Vorsitzenden Katja Kipping) ist nach dem Beitrag einer Rednerin während einer Konferenz in die Kritik geraten. dpa

Zum Bericht „Empörte Reaktionen nach Eklat bei den Linken: „Ein Prozent der Reichen erschießen“ (Politikteil):

Man hört viele verschiedene Äußerungen in der Politik. In einer politischen Diskussion vom Erschießen der Reichen zu sprechen, ist aber eine derartige Entgleisung, dass man es mit Worten gar nicht ausdrücken kann. Was ist das für eine Partei, die jemanden mit dieser Geisteshaltung nicht sofort ausschließt? Es kann einem das Grausen kommen!

Sissi Lenhart

Bruckmühl

„Das Land verändern: für einen sozial-ökologischen Systemwechsel. Die Linke.“ Unter diesem Motto fand eine Strategiekonferenz der Linkspartei in Kassel statt. Eine Rednerin erklärt: „Energiewende ist auch nötig nach einer Revolution. Und auch wenn wir ein Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen. Naja, ist so!“ Nach dem Redebeitrag war das dem Parteichef Bernd Riexinger offenbar etwas peinlich, weil er korrigierte: „Ich wollt noch sagen, wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“ Darauf Beifall und Heiterkeit im Publikum. Diese Aussagen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist in Gefahr. Ich protestiere gegen diese Aussagen: Erschießen, nützliche Arbeit einsetzen: Drittes Reich und Stalinismus lassen grüßen. Wehret den Anfängen! So habe ich mir den von mir jahrzehntelang bezahlten Solidaritätsbeitrag nicht vorgestellt.

Adelbert Schömer

Rosenheim

Informiert man sich etwas näher über die Endabsichten der Partei „Die Linke“, stößt man beispielsweise auf ein Dokument vom 6. Januar 2011, wo es heißt: „Wir stellen uns hinter die Parteivorsitzende und begrüßen ihren positiven Bezug auf den Kommunismus als Fernziel der Partei. Denn es entspricht auch unserem langfristigen Ziel“. So lautete die Antwort des Bundesgeschäftsführers „Die Linke. SDS“, Florian Wilde, auf eine von der damaligen Parteivorsitzenden der Linken, Gesine Lötzsch, geäußerten Bekundung im Vorfeld zur Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin 2011. Annähernd ein Jahrzehnt sind seit der Veröffentlichung jenes „Besinnungsaufsatzes“ der Frau Lötzsch vergangen. Allein das Bestreben einen „Weg zum Kommunismus“ zu finden, bleibt für die genannte Partei gleich. Die Rhetorik in diesem Zusammenhang allerdings ist noch deutlicher, noch tiefer gesunken. So zeigte die „Links-Partei“ jüngst einmal mehr ihr wahres Gesicht mit der Aussage: „Ein Prozent der Reichen erschießen“ , eine Äußerung, die der heutige Parteivorsitzende Riexinger doch als etwas zu martialisch empfand, sein Vorschlag allerdings lautete eindeutig: „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie (die Reichen) für nützliche Arbeit ein.“ Diese kommunistischen Gedankenspiele lassen Erinnerungen an Stalins Gulag aufkommen. So ist auch zu verstehen, warum CDU/CSU mit diesem „Links-Bündnis“ zurecht keine Berührung sucht. Alle Sozialdemokraten dagegen, die von Mehrheiten unter Einschluss der Linken träumen, sollten Frau Lötzsch Aufsatz gelesen haben.

Manfred D. Fischer

Mühldorf

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