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Erbbaurecht eine gute Sache

Zum Bericht „Pachten statt kaufen“ (Regionalteil):

Grundsätzlich ist das Erbbaurecht eine gute Sache für jemanden, der sich ein Kaufgrundstück regulär nicht leisten kann, insbesondere für Familien mit Kindern. In der Regel werden Erbbaurechte mit drei bis fünf Prozent vom eigentlichen Verkehrswert berechnet. Hier hat Herr Fritz einen Gedankenfehler begangen, dergestalt, dass er von 150 Euro pro Monat Erbbauzins ausgeht. Beträgt der Grundstückspreis beispielsweise rund 400 Euro pro Quadratmeter, läge bei einem angenommenen Erbbauzins von 3,5 Prozent (von 400 Euro) der zu zahlende Betrag bei 14 Euro mal die Grundstücksfläche. Für ein Reihenhaus mit 200 Quadratmetern Grundfläche wäre in diesem Beispiel ein Erbbauzins von jährlich 2800 Euro zu zahlen. Das wären 233,33 Euro pro Monat.

Da die Gemeinden und Städte Grundstücksflächen erwerben müssen, um später daraus Bauerwartungsland zu machen, haben die Kirchen es einfacher und viel mehr Grundvermögen. Hier wäre es zu empfehlen, dass die Kirchen für weniger Betuchte Grundstücke im Wege von Erbbaurechten zur Vergabe von Bauland freigeben.

Die Erbbaurechte laufen in der Regel über 33, 66 und 99 Jahre. Es kommt auch immer auf die Vertragsverhandlung an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Nordrhein-Westfalen etliche Baugrundstücke als Erbbaurechte auch von den Kirchen vergeben. Diese Vorgehensweise hat damals den Wohnungsmarkt entspannen können. Wenn man mit der Kirche einen solchen Vertrag abschließt, muss allerdings darauf geachtet werden, dass erbaute Gebäude nicht nach Ablauf des Erbbaurechts entschädigungslos auf den Grundstückseigentümer zurückgehen. Diesbezüglich sind mir einige Fälle bekannt. Ein guter Notar klärt die Erwerber dahingehend auf.

Dieter Schneider

Schleching

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