Entsetzen über Ausschreitungen

Blinde Zerstörungswut: Bei den schweren Ausschreitungen in Stuttgart am vergangenen Wochenende wurden die Innenstadt verwüstet und mehrere Polizeibeamte verletzt.
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Blinde Zerstörungswut: Bei den schweren Ausschreitungen in Stuttgart am vergangenen Wochenende wurden die Innenstadt verwüstet und mehrere Polizeibeamte verletzt.

Zum Bericht „Krawall-Nacht in Stuttgart schockiert“ (Weltspiegel-Seite) und zum Kommentar „Prügelopfer Polizei“ von Georg Anastasiadis (Politikteil):

Es wird in den Medien von Partygängern, Krawalltouristen und Event-Szene berichtet. Solange in den Zeitungen nicht wahrheitsgemäß von „Kriminellen“ berichtet wird, wird diesen menschenverachtenden Tätern weiterhin nicht viel passieren. Deutschland ist deshalb so beliebt, weil Kriminellen mehr geholfen und sie mehr unterstützt werden als Polizei, Feuerwehr und Sanitäter. Manche Politiker sind sich nicht zu schäbig und unterstützen das auch noch.

Nikolaus Maier

Halfing

Wenn es um Gewaltorgien testosterongeschwängerter junger Männer mit Migra tionshintergrund geht, gibt es eine auffallende Zurückhaltung bei der Berichterstattung. Man spürt so richtig die Erleichterung darüber, dass auch „Deutsche mit weißer Hautfarbe“ unter den Randalierern sind. Ein 17-jähriger „weißer Deutscher“ – so die Meldung – wurde wegen Rauschgiftkonsum kontrolliert. Das war der Auslöser der „Ausraster“. In diesem Fall sehen Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeier keinen Anlass, sich zu empören. Lichterketten, Mahnwachen oder Demos: Fehlanzeige. Übrigens, der Bericht „Schweigen zu schwarzer Gewalt“ bestätigt auch beim Thema „Black Lives Matter“ die verquere und einseitige Sicht auf gesellschaftliche Probleme. Häme und Hetze gegen die deutsche Polizei – Stichwort „Müll“ – lassen unsere Koalition der Verharmloser ziemlich kalt. Die Hetze kam ja von Migrantenseite. Wenn ein „weißer Deutscher“ ähnlichen Müll über zugewanderte Gruppen absondern würde, kann man sich leicht ausmalen, welcher Demonstrationssturm über Deutschland hinwegfegen würde.

Gerhard Mania

Neumarkt-St.Veit

In Abwandlung eines berühmten Spruches: „Stellt Euch vor, es ist „Event“ – Krieg – und die Polizei geht nicht hin. Dann kommt der Krieg zu Euch!“ Man könnte es der Polizei angesichts der aktuellen Vorfälle nicht verdenken.

Anni Geuge

Waldkraiburg

Ich bin geschockt über die Einstellung, vorwiegend junger Leute, gegenüber dem, was die Polizei täglich zum Schutz von Millionen von Menschen tut. Vor Kurzem habe ich einen Beitrag der Grünen Jugend Bayern gelesen, in dem sie ein Verbot des USK verlangt und die Polizei als Repressionsorgan des Staates darstellt – eine Frechheit, um nicht zu sagen Propaganda. Es hat wirklich sehr gut getan, heute zu lesen, dass Georg Ansastasiadis nicht, wie viele andere, mit dem rot-grünen Einheitsbrei der sozialen Medien und der größtenteils politisch ungebildeten Jugend mitschwimmt, sondern eine klare Haltung gegen die Verächtlichmachung der Polizei einnimmt. Denn genau das ist es, was der Politikwelt heute fehlt: eine klare Haltung. Als Mitglied der CSU muss ich schon vor vielen rechtfertigen, wie ich denn so eine Partei nur unterstützen kann – unfassbar im Hinblick darauf, dass auf dem Gymnasium, das ich besucht habe, Jugendliche mit Antifa-Aufkleber auf den Ordnern umhergelaufen sind. Mitglied der Linksjugend zu sein, die beste Beziehungen zur Antifa pflegt, ist heute wohl weniger ein Problem, als Mitglied einer Partei der Mitte zu sein – viel mehr noch scheint es eine Wohltat zu sein, in diesem doch so schrecklichen Deutschland voller Patriarchen, rassistischer Polizisten und geldgeiler Politiker ordentlich gegen die Regierung zu wettern. Und wenn man mal über die Stränge schlägt, dann heiligt der Zweck selbstverständlich die Mittel. Es wird Zeit, dass sich wieder mehr Bürger trauen, für ihre konservativen Werte öffentlich einzustehen, und sich nicht von dem drohenden Hohn der Jugend einschüchtern lassen – denn der ist so oft nur mit einem Schmunzeln abzutun. Die laute Minderheit darf nicht die schweigende Mehrheit überwältigen!

Nicolas Mitter

Jettenbach

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