Enthornen: Die Achtung vor der Kreatur bleibt auf der Strecke

Zu „Hornlos glücklich“ (Leserbrief):. Mit dem Hinweis auf meinen Aufenthalt auf einem Südtiroler Bauernhof habe ich meine Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit zum Ausdruck gebracht.

Nein, ich bin keine Agrar expertin und muss auch keine sein, denn ich betreibe keinen landwirtschaftlichen Betrieb. Es wird Zeit, dass man die Tiere, die uns ernähren, so akzeptiert, wie sie sind, und sie nicht zurechtstutzt, um die Haltung einfacher und kostengünstiger zu machen. Bei der industriellen Landwirtschaft, in der das Tier zur Industrieware heruntergekommen ist, bleibt die Achtung vor der Kreatur auf der Strecke.

Man stelle sich vor, die Hörner könnte man lukrativ verwerten. Dann dürfte jedes Rind seine Hörner behalten und die Zuchtziele gingen in Richtung vier Hörner pro Rind! Auf Demeter-Höfen müssen die Rinder mit Hörnern gehalten werden. Da funktioniert es, wa rum dann nicht auch bei Ihnen, Herr Schenk. Vielleicht können Sie mithilfe von Landwirt Ackermann ihre Wissenslücken schließen.

Dagmar Breuer

Heldenstein

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