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Energieprobleme geschönt

Zum Interview „Politik als Bremsklotz bei der Energiewende?

Bau neuer Windräder quasi unmöglich“ mit Bayernwerk-Chef Egon Westphal (Wirtschaftsteil):

Herr Westphal macht in dem Artikel einige Aussagen, die nicht der Realität entsprechen. Sicher lässt sich die Fotovoltaik in Bayern weiter ausbauen, was aber den Anstieg des Strombedarfs für die Elektrifizierung des Verkehrs und die zukünftig stark wachsende Zahl der Wärmepumpen lediglich teilweise kompensieren kann. Dass E-Autos zukünftig auch Strom ins Versorgernetz einspeisen, ist eine Illusion, denn die Infrastruktur hierfür ist kostspielig. Zudem wird niemand dies erlauben, solange die Alterung des E-Auto-Akkus noch von der Anzahl der Lade- und Entladezyklen abhängt. Herr Westphal erwähnt auch zwei wichtige Fakten für die bayerische Energieversorgung leider nicht. 2022 werden alle unsere Kernkraftwerke abgeschaltet. Das ist ein Drittel unserer Energieversorgung, für deren Ersatz es noch keinen Plan gibt. Zudem vergisst Herr Westphal auch, zu sagen, dass in den vier kalten Wintermonaten des Jahres der Fotovoltaik-Strom auf unter zehn Prozent des Sommerertrags zusammenbricht. Währenddessen müssen deutsche Offshore-Windparks das Land über die neu gebaute Hochspannungs-Stromleitung versorgen, sofern der Wind weht. Diese hat aber nur eine Kapazität von 1,5 Giga-Watt, was einem Großkraftwerk entspricht. Dass uns das Ausland den Strom liefert, ist ein frommer Wunsch. In den Wintermonaten bei hohem Verbrauch braucht jedes Land seinen eigenen Strom. Eigentlich könnte man von Herrn Westphal erwarten, dass er unsere Probleme nicht schönredet, sondern als Chef eines Energieversorgungsunternehmens warnt, denn das Schönreden besorgen bereits die linksgrünen Parteien.

Herbert Sax

Großkarolinenfeld

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