Endlagersuche für eine Million Jahre der falsche Weg

Das Gebiet der Tongesteinsschicht,
               die unter anderem die Region um Rosenheim als Standort empfiehlt.OVB/Konrad
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Das Gebiet der Tongesteinsschicht, die unter anderem die Region um Rosenheim als Standort empfiehlt.OVB/Konrad

Zur Berichterstattung über die Atommüll-Endlagersuche (Bayern/Regionalteil/Lokales/Leserbriefe):

Die vorbehaltlose und bundesweite Suche nach einer Endlagerstätte hat viele auf dem linken Fuß erwischt. Hatte man es sich doch mit der Vorfestlegung auf Gorleben gerade in Bayern „schee kommod ei gricht“. Dabei wurden und werden doch gerade in Bayern überproportional viele Atomkraftwerke betrieben. Tatsächlich halte ich jedoch die Suche nach einer Endlagerstätte für eine Million Jahre für den falschen Weg.

Absolut niemand kann für diesen gigantischen Zeitraum die Sicherheit garantieren. Wer weiß denn, welche geopolitische, wirtschaftliche und soziale Situation in 50, 40, 30 oder 20 Jahren herrschen wird? Vielleicht finden sich in ein paar Jahrzehnten Methoden, diesen Müll zu vernichten. Wär‘ blöd, wenn man dann nicht mehr an ihn rankäme.

Am meisten hat mich hier die unvermutete Nähe der christlich-sozialen Union zur katholischen Kirche amüsiert. Weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Genauso, wie es nicht sein kann, dass Frauen in der katholischen Kirche Priester sein können. (Dies hat ja bekanntlich Papst Johannes Paul II. unumstößlich und für alle Zukunft festgelegt), genauso wenig kann es ein Endlager in Bayern geben. Einfach, weil die CSU das so für alle Zeiten unumstößlich festgelegt hat.

Hans Winhart

Ostermünchen

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