Einseitige Berichterstattung

Zur Meldung: „Mann spuckt auf Obst“ auf der Weltspiegel-Seite:

In Zeiten des Coronavirus ist es eine gefährliche Aktion, Obst in einem Supermarkt absichtlich zu bespucken und zu belecken. Der Täter wurde identifiziert. Seine Nationalität wurde nicht genannt. Der Vorfall hat sich in Freiburg abgespielt. Ein weiteres Beispiel für Halbinformation ist der Bericht über eine Massenschlägerei in Singen bei Konstanz am 14. April. Auch hier wurden keine weiteren Angaben über die Täter – zwei größere „Männergruppen“ gerieten aneinander – wiedergegeben. Nun könnte man argumentieren: Es ist unwichtig, welcher Nationalität die Täter angehören oder ob sie Migrationshintergrund haben. Warum wird aber dann bei anderen, auch vergleichsweise läppischen Vergehen, bereits im ersten Satz berichtet, dass es sich beispielsweise um einen 34-jährigen Deutschen und dessen tierischen Begleiter handelt? Ein Betrunkener hat in einem Zugabteil Bundespolizisten angegriffen. Muss sich da nicht der Verdacht aufdrängen, dass hinter dieser Art, Sachverhalte darzustellen, System steckt? Oder haben Journalisten diese fragmentarischen Berichte schon so internalisiert, dass ihnen gar nicht mehr auffällt, wie einseitig sie berichten? Muss man diese lückenhaften und parteilichen Meldungen als „linken Rassismus“ – und deshalb guten, weil gegen Deutsche gerichteten Rassismus – begreifen?

Gerhard Mania

Neumarkt-St. Veit

Kommentare