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Einfache Antwort auf komplizierte Frage

Zum Leserbrief „Wie oft noch Gedenktage?“ (Leserbriefseite):

Völlig richtig: Erinnerungskultur muss sich wandeln, damit sie die Herzen und Köpfe gerade junger Menschen erreicht. Die Rosenheimer Stolperstein-Initiative hat dazu viele Ideen umgesetzt – auch das Plakat im Schaufenster, das Herr Sax gesehen hat. Und eben auch die Stolpersteine, sieben davon in Rosenheim auf Privatgrund. Zu jedem Menschen, an den sie erinnern, kann man seine Biografie im Internet nachlesen.

Die von Herrn Hellwig geforderte Abschaffung des Gedenkens würde die beklagenswerte Lücke im Geschichtswissen (nicht nur bei ihm selbst) noch verstärken. Kein Jugendlicher wird heute „an den Pranger gestellt“, keinem „eine Schuld eingeredet“, wenn er sich mit den Untaten der Nazis befasst. Seit Jahren arbeiten wir mit dem Schulradio-Projekt der Otfried-Preußler-Mittelschule Stephanskirchen zusammen. Sie schufen viele berührende Beiträge über die Opfer des NS-Terrors, darunter Lisi Block und Familie Kohn, für die Stolpersteine auf öffentlichem Grund verlegt werden sollen.

Wir sind beeindruckt vom großen Interesse vieler Jugendlicher an der Lokalgeschichte von damals. Sie können stolz sein – weiß Gott nicht auf das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, aber auf die Art, wie sie sich damit auseinandersetzen und mithelfen, dass so etwas nie wieder geschieht.

Karin Klar

Kolbermoor

Sehr geehrter Herr Hellwig, auf Ihren Leserbrief kann man nur mit einer Frage antworten: Haben Sie überhaupt begriffen, was Holocaust bedeutet?

Ich empfehle Ihnen, folgende Reden von zwei unserer ehemaligen Bundespräsidenten ganz genau durchzulesen: die von Roman Herzog zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag am 19. Januar 1996. Und die Rede von Bundespräsident Köhler zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2009. Dann verstehen Sie meine Antwort auf Ihre eigentliche Frage am Schluss ihres Leserbriefes: Ewig! Also bis zum biologischen Ende, das noch keine/r überlebt hat.

Dr. Karl Wingler

Mühldorf

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