Einen Schritt zurücktreten

Zum Artikel „Wie soll der neue Stadtplatz in Neumarkt-St.

Veit aussehen?“ (Lokalteil):

Ein Drittel aller Bürger, die ein Rückmeldeformular zur Sanierung des Stadtplatzes in Neumarkt-St. Veit abgegeben haben, haben selbst ein Kästchen für die Farbe Rot geschaffen und dieses angekreuzt. In meinen Augen steckt hinter dieser Eigeninitiative eindeutig der Ruf: „Lasst unseren schönen Stadtplatz so, wie er ist!“ Noch lauter wäre dieser Ruf ausgefallen, hätten mit drei Kästchen für die drei Farben faire Bedingungen geherrscht. Und dann sind da noch die Kosten. Vor einiger Zeit hieß es noch 3,5 und jetzt sind es schon 4,34 Millionen Euro. Der Nebensatz der Planerin, dass bei Erteilung der Förderfähigkeit nochmals 17 Prozent dazu kommen ist anscheinend völlig untergegangen. Damit sind wir bei über 5 000 000 Euro (bisher)!

Ich bitte alle Beteiligten einzusehen, dass auch jeder Euro an Zuschuss von den Steuerzahlern aufgebracht werden muss. Da ist es doch egal, ob er aus Neumarkt, vom Freistaat Bayern oder von der Bundesrepublik Deutschland kommt. Vermeintliche Schnäppchenjagd und auf Teufel komm raus Zuschüsse einzuheimsen, ist meiner Meinung nach hier nicht angebracht. Ja, es gehört Mut und Arbeit dazu, aber kann man als Entscheidungsgremium nicht sagen: „Bei dieser Summe sollten wir einen Schritt zurücktreten, die Fakten betrachten und unsere Entscheidung noch mal überdenken.“ Wie wäre es damit, die Bürger als Steuerzahler weitreichender zu beteiligen?

Dr. Christian Guse

Neumarkt-St. Veit

Kommentare