EEG eine nutzlose Ökostrom-Förderung

Zur Berichterstattung über die Studie der Physik-Professoren aus Heidelberg und das EEG (Politik):

Die Professoren zeigen plastisch, warum die Klimaziele nicht erreicht werden. Die CO2-freien Energiequellen (Öko und Atom) bestreiten 20 Prozent unseres gesamten Energieverbrauchs. Dieser Anteil wächst nicht: Die Öko-Energie nimmt begrenzt zu, Atomkraftwerke ab und der Energiebedarf zu. Trotzdem hantiert die Bundesregierung immer weiter mit dem planwirtschaftlichen EEG-System – bei gigantischen EEG-Kosten (2017: 24 Milliarden Euro). So bezahlten private Haushalte im Jahr 2017 neun Milliarden Euro über den Strompreis. Im ersten Quartal 2019 fielen Kosten von 364 Millionen Euro für das Abschalten von Windrädern wegen Netzüberlastung an: Für teures Geld vernichtet man Ökostrom, anstatt ihn regional zu nutzen. Der extrem hohe Strompreis vernichtet Arbeitsplätze in stromintensiven Branchen. Skandalös ist der Umverteilungseffekt: Über ein Drittel der EEG-Kosten bezahlen überwiegend Bürger mit normalem Einkommen. Diese besitzen in der Regel kein Haus mit Solarzellen. Sie bezahlen dafür, dass Hausbesitzern mit Solarzellen keine EEG-Kosten entstehen – und dafür, dass einige richtig Profit machen. Schon vor Jahren warnten Experten vor dieser bürokratischen und teuren Ökostrom-Förderung. Der UN-Klimaschutz-Bericht 2014 schätzte sie als nutzlos ein. Brauchen wir jetzt für das EEG auch noch eine Greta, damit Berlin endlich Konsequenzen zieht?

Jürgen Böhm

Kolbermoor

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