Eine falsche Prognose

Zum Artikel „Strom wird deutlich teurer“ (Wirtschaftsteil):

Laut Artikel sehen „Verbraucherschützer die Stromanbieter in der Pflicht, für Preisstabilität zu sorgen“. Ich hätte eher erwartet, dass der Staat in die Pflicht genommen wird, seine im Strompreis enthaltenen Steuern, Abgaben und Umlagen zu senken. Diese haben sich nämlich laut strom-report.de seit dem Jahr 2000 verdreifacht (Anteil 52,5 Prozent). Der große Kämpfer für die Energiewende, Franz Alt, soll den Slogan „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“ geprägt haben, den sich Rot/Grün zu eigen machten.

Wie falsch diese Prognose war, beweist die Tatsache, dass sich trotz eines Anteils von fast 40 Prozent „erneuerbarer“ Energien der Strompreis von 13,94 ct/kwh (2000) auf 30,43 ct/kwh (2019) erhöhte. Der darin enthaltene Wind-/Solarstrom-Anteil wird sich weiter erhöhen, was eigentlich eine preissenkende Wirkung haben müsste. Um so erstaunlicher ist es, dass nun eine weitere Verteuerung des Strompreises angekündigt wird. Inwieweit in diesem Zusammenhang die Stromproduzenten und Netzbetreiber in die Pflicht genommen werden könnten, kann ich nicht beurteilen.

Ulrich Huber

Staudach-Egerndach

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