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Leserbrief

Eine einseitige religiöse Denkweise

Zum Bericht „Bedford-Strohm glaubt an Überzeugungskraft der Kirchen“ (Bayernteil):

Gudrun Baumann-Sturm, Raubling: Landesbischof Bedford-Strohm glaubt an die Überzeugungskraft der Kirche und an die Inhalte der Bibel. Er hat wohl nicht alle Texte aus diesem Buch gelesen. Seine Denkweise beinhaltet eben genau den Konfliktstoff, der die Religionen untereinander entzweit und warum es mit diesen Religionen keinen Frieden geben kann. Nur seine Religion gilt. Alle anderen Bücher der Religionen beinhalten demnach keine starken Inhalte. Ob Deutschland ärmer wäre ohne die Kirchen, bezweifle ich sehr. Seit der Christianisierung ist es nicht friedlicher geworden in Europa. Angefangen mit der zum Teil gewaltsamen Umerziehung der Kelten, Germanen, Slawen und anderen Naturvölkern zum christlichen Glauben, über Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen, 30-jährigem Krieg, Judenpogrome, über unzählige sonstigen Kriege. Zu behaupten, nur die Kirchenleute helfen Menschen, ist an Verleumdung nicht zu überbieten. Dazu diese Meinung vom Dalai Lama: „Im Namen von Religionen wurden und werden Kriege geführt, sogar ,Heilige Kriege‘“. Seit Jahrtausenden wird Gewalt im Namen von Religionen eingesetzt und gerechtfertigt. Religionen sind oft intolerant. Deshalb sage ich, dass wir im 21. Jahrhundert eine neue Ethik jenseits aller Religionen brauchen. Ich spreche von einer säkularen Ethik, die auch für über eine Milliarde Atheisten und für zunehmend mehr Agnostiker brauchbar ist. Wesentlicher als Religion ist unsere menschliche Spiritualität. Das ist eine in uns angelegte Neigung zur Liebe, Güte und Zuneigung, unabhängig davon, welcher Religion wir angehören. Das ist der riesige Unterschied zu Bedford-Strom. Der Dalai Lama sieht in allen Menschen, egal ob er glaubt oder nicht, den guten Menschen, diese Denkweise befriedet.

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