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Ein Schlag ins Gesicht der Opfer

Zur Berichterstattung über die „Maria 2.0“-Bewegung (Bayernteil/Leserbrief von Hildegard Sochatzy):

Jeder kann seine Meinung zum Thema „Maria 2.0“ haben. Was mich bei dem Leserbrief wirklich sprachlos macht, ist die Ansicht zu Missbrauch und Sexualmoral, die für jeden, dem das passiert ist, ein Schlag ins Gesicht ist.

Es geht den Opfern nicht um die Ausgleichszahlungen. Es geht darum, dass die Kirche die Verantwortung übernimmt. Es geht darum, dass solche Kreaturen, die Kinder missbrauchen, nicht einfach in eine andere Stadt versetzt werden, wo sie ihre Perversionen weiter ausleben können. Es geht darum, dass Menschen, denen das jahrelang angetan wurde, körperlich und seelisch kaputt sind. Kein Kind ist dem gewachsen. Viele versuchen, ein ‚normales‘ Leben zu führen, was nicht möglich ist (eine Beziehung zu führen, Kinder zu bekommen, Menschen zu vertrauen). Viele schaffen es nicht, leiden ihr Leben lang unter schwersten Depressionen, körperlichen Schädigungen.

Das hat nichts mit Verbitterung zu tun, sondern mit der Zerstörung der Möglichkeit, sich als Kind entsprechend des natürlichen Reifeprozesses zu entwickeln. Die Leserbriefautorin schreibt, die Sexualmoral müsse für ein Priesteramt sehr hoch sein. Und wo ist die Barmherzigkeit (die sie den Opfern empfiehlt) der „Priester“, wenn sie einem Kind gegenüberstehen? Wo ist das Heilmittel von Jesus bei solchen Perversen? Und warum haben diese nicht lieber in der Bibel gelesen? Ich bin gläubig und habe auch Priester kennengelernt, die ihre Berufung hervorragend ausführen. Aber Frau Sochatzy sollte über den katholischen Tellerrand hinausschauen und nicht das Thema Missbrauch in einigen Sätzen abhandeln, mit unqualifizierten „Tipps“ an Missbrauchsüberlebende.

Christine Wörndl

Raubling

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