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Ein Miteinander ist möglich

Zur Berichterstattung über das neue Jagdgesetz (Bayernteil):

Mit Befremden haben wir den Artikel zum neuen Jagdgesetz gelesen. Das Rehwild verkommt durch dieses Gesetz zum Ungeziefer, welches eliminiert werden muss. Sollte man sich nicht lieber die Frage stellen, ob an dem Zustand des Waldes nicht die lange verfehlte, vom Forst propagierte Waldpolitik schuld ist? Die Anmaßung ein Aufkommen des Waldes (inklusive nicht heimischer Baumarten) ohne ausgeglichen Schutz zu fordern, setzt entweder eine grobe Unkenntnis oder aber den Wunsch nach einem Wald ohne jegliches Wild voraus.

Kann man nicht als vernünftiger Waldbauer Verbissschutz betreiben, um ein ungestörtes Heranwachsen einzelner Baumarten zu gewährleisten? Ist es nicht möglich, ein Miteinander zu praktizieren? Aus eigener Praxis können wir versichern, dass es möglich ist. So gehen sowohl die Landwirte als auch wir, die Jägerschaft, dem Verbissschutz nach (Einzelschutz, nicht Einzäunung des gesamten Areals)! Und warum verbeißen Rehe im Sommer kleine Tannen? Normalerweise findet der Verbiss in den Wintermonaten statt, wenn kaum noch Äsung vorhanden ist. Ist dies eventuell auf eine Monokultur im Bereich außerhalb des Waldes zurückzuführen, wo sich überwiegend Mais und artenarmes Grünland befinden, sodass das Rehwild kaum Nahrung findet? Oder aber ist es auch dem enormen Freizeitdruck geschuldet, welcher das Wild immer tiefer in den Wald zurückdrängt?

Damit soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass man den Wildbestand nicht anpassen soll, aber nur über den Abschuss dazu gehen, ist aus unserer Sicht gänzlich verfehlt. Es muss aktiv Verbissschutz betrieben werden, ganz besonders bei nicht heimischen Gehölzen, welche einen besonderen Leckerbissen für das Wild darstellen.

Iris Stephan, Peter Rauch

Unterreit

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