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Ein letzterLeserbriefmit Wehmut

Dies ist mein Abschiedsleserbrief, zwar mit Wehmut geschrieben, aber es musste sein.

Ich werde keinen Leserbrief mehr schreiben. Nachdem ich, wie wohl alle 80-Jährigen und noch älter, zweimal gegen Covid-19 geimpft worden bin, kann ich wieder auf die „Gass“, will heißen unter die Leute gehen. Meine Frau atmet auf, weil ich nun keine Zeit mehr habe, unseren Haushalt „zu optimieren“ und Sie, liebe Redakteurinnen und Redakteure, werden auch erleichtert sein und vielleicht Überstunden abbauen können, wenn die geimpften Alten nicht mehr zu Hause hocken und lange Leserbriefe schreiben. Ich arbeite daran, mich weniger aufzuregen, über die Welt und das Leben als solches. Das gelang mir bereits einmal. Neulich habe ich einen Test über Fertighäuser gelesen, die bis zu einer Million Euro kosteten. Ich konnte tatsächlich meinen Drang bezwingen, einen Leserbrief zu schreiben, um anzuregen, doch auch mal Mähdrescher oder Düsenjäger für die Zeitungsleser zu testen. Nun mache ich es wie früher der verstorbene Schauspieler Joachim „Blacky“ Fuchsberger im hohen Alter: Noch im Bett lese ich morgens in der Zeitung als Erstes die Todesanzeigen. Wenn mein Name nicht dabei ist, stehe ich auf und ziehe mich an.

Volkart Rothweiler

Bad Aibling

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