Ein Beispiel für Gottes machtvolles Wirken

Zum Bericht über die Entstehung des Weihnachtssterns (Blickpunkt):

Das Interview über die Entstehung des Weihnachtssterns endet mit der sachlichen Bemerkung des Astronomen Arno Riffeser: „Die Wissenschaft der Astronomie kann zwar die Planeten- und Sternkonstellationen vorhersagen und rekonstruieren, Geschichtliches oder Religiöses daraus abzuleiten, bleibt aber Sache des Glaubens.“ Johannes Kepler verband Naturwissenschaft und Glaube, indem er die von ihm entdeckte dreimalige Jupiter-Saturn-Konjunktion lediglich als Ankündigung und Interpretationshilfe für den Stern der Weisen verstand. Schließlich kann eine Planetenkonjunktion nicht von einem Ort zum anderen wandern und über einem Haus stehen bleiben.

Wer an einer wunderbaren Erschaffung einer Lichterscheinung zweifelt, sollte bedenken, dass sie durch das viel größere Wunder der Menschwerdung Gottes bedingt ist. Erstaunlicher ist vielmehr, wie die Sternkundigen Kenntnis von einem kommenden Messias erhielten, einem Heilbringer für die ganze Welt und göttlichen Ursprungs. Wegen eines irdischen Königs wären sie schwerlich von ihren Heimatregionen aufgebrochen. Gott wollte die Sterndeuter stellvertretend für die ganze Menschheit nach Bethlehem reisen lassen.

Für Matthäus und die anderen Evangelisten sind die Geschichte Israels und das Auftreten von Propheten Beweise von Gottes machtvollem Wirken, und alles Wunderbare im Leben Jesu Bestätigungen der Vorhersagen.

Sie brauchten keine Wundergeschichten zu erfinden. Ihre Glaubwürdigkeit verbürgt der sachliche Stil der Evangelientexte, die jede nach Einzelheiten verlangende Neugier vermeiden.

Armin Rieble

Stephanskirchen

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