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Leserforum

Ein Altkanzler auf dem Schoß von Putin

Weitere Leserbriefe zum Krieg in der Ukraine (Politikteil und Lokalteil):

Josef Hierlwimmer, Niedertaufkirchen: Was dieser „ehrenwerte Herr Altkanzler“ schon für Sprüche über seinen Intim-Freund Putin losgelassen hat, da sträuben sich jedem einigermaßen intelligenten Staatsbürger die Haare, selbst wenn er keine mehr hat. Zum Beispiel nannte er diesen Autokraten einen lupenreinen Demokraten, welch ein Fehlurteil.

Hat ihm wohl der schnöde Mammon die Urteilsfähigkeit und damit die Sicht auf die Weise der Machtausübung seines Freundes getrübt. Auch kam ihm nicht in den Sinn, dass er ein nützlicher Idiot für Putin sein könnte. Das alte Sprichwort, kennt er wohl nicht: „Gier frißt Hirn“.

Seine Reise in den Kreml wird wohl keine positiven Ergebnisse für die Ukraine und gegen den von Putin angezettelten Krieg bringen. Als Mohr hat er seine Schuldigkeit getan und wird nicht mehr gehört werden. Wenn die Sanktionen der westlichen Staaten so stark wirken wie es jetzt in den Medien immer behauptet und die Pleite von Gazprom heraufbeschworen wird, dann hat er auch den von Putin zugeschanzten Posten nicht mehr. Aber Zeit, seine Menschenkenntnis zu analysieren und zu schärfen.

Otto Wiegele, Rosenheim: Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, Gerhard Schröder sei in Putins Augen schon von Anfang an ein nützlicher Spielball gewesen. Für Schröder war es ebenso wie für eine Reihe von Oligarchen gewiss ehrenhaft und wirtschaftlich äußerst einträglich, diesen mächtigen Mann zum Freund zu haben. Wie wenig diese Freundschaft tatsächlich wert war, wird daraus ersichtlich, dass Schröders Besuch in Moskau offenbar nichts gebracht hat.

Ob er überhaupt zu seinem „Freund“ vorgedrungen ist, mag bezweifelt werden. Muss er sich jetzt möglicherweise eingestehen, Putin habe ihn, trotz gelegentlicher familiärer Besuche, niemals als echten Freund betrachtet, vielmehr ihn nur als willkommenen Handlanger für Geschäfte mit dem Westen eingeplant und ausgenutzt? Mehr nicht.

Andreas Salomon, Rosenheim: Schon einmal, im Oktober 1962, stand die Welt als Folge gegenseitiger nuklearer Aufrüstung am Rande eines Dritten Weltkrieges, nachdem amerikanische Aufklärungsflugzeuge entdeckt hatten, dass die UdSSR auf Kuba Raketen mit Atomsprengköpfen stationiert hatte.

Auf diplomatischem Wege konnte erreicht werden, dass sowohl die amerikanischen Atomraketen, die in der Türkei bei Izmir mit Richtung UdSSR stationiert waren als auch die russischen auf Kuba mit Richtung USA abgebaut wurden.

Aktuell ist wieder die Gefahr eines Dritten Weltkrieges gegeben. Ja, sie ist größer als je zuvor, denn die Gewaltspirale auf beiden Seiten dreht sich immer schneller. Und die Forderungen des ukrainischen Präsidenten und seines Botschafters in Deutschland werden immer drängender, Deutschland möge noch intensiver als bisher in den Krieg eingreifen. Was die große Gefahr in sich birgt, dass die NATO in den Krieg hineingezogen wird.

Höchste Zurückhaltung muss das Gebot der Stunde sein. Mit gutem Recht galt es bislang als absolut obsolet, Waffen in Krisen- oder gar Kriegsgebiete zu liefern. Denn Frieden ist so nicht zu erreichen, viel eher eine Eskalation des Krieges, wie es jetzt auch zu beobachten ist. Die neue Bundesregierung wäre besser beraten gewesen, ausschließlich auf Sanktionen und vor allem diplomatische Verhandlungen zu setzen. Aufrüstung und Waffenexporte führen fast immer zu Kriegen oder deren Eskalation. Im nuklearen Zeitalter helfen letztendlich nur noch Gespräche. Zudem fehlt das Geld, das jetzt in die Rüstung fließt, vor allem dem Gesundheitswesen, der Pflege, der Armut, der Bildung, der Flüchtlingshilfe und natürlich auch bei der Eindämmung der Klimakatastrophe.

Alfred Kronthaler, Bruckmühl: Herr Deutschländer versteigt sich in seinem Kommentar zu Äußerungen, welche einer seriösen Zeitung nicht würdig sind. Er schreibt von einem „Schlächter“ und „Angriffskrieger und Kindermörder aus dem Kreml“. Alle westlichen Medien prügeln auf die russischen Machthaber ein und produzieren Lügen über Gräueltaten der russischen Armee.

Es war eigentlich schon immer so, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg und in anderen bewaffneten Auseinandersetzungen: Lügen und Fehlinformationen sind eine starke Waffe, um die Bevölkerung auf Krieg einzuschwören. Die USA und ihr Geheimdienst CIA können sich die Hände reiben, sie können ihren Steigbügelhaltern in Deutschland milliardenschwere Kampfflugzeuge und teures Frackinggas verkaufen und brauchen keine namhafte Gegenwehr befürchten. Seit Jahrzehnten haben die Amerikaner nichts Besseres zu tun, als Russland einzukreisen und als bösen Feind darzustellen. Welche Alternativen bleiben Russland? Reagieren wie ein in die Enge getriebener Hund: er beißt eben.

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