Für ein eigenständiges Bayern

Zur Berichterstattung über die CSU-Klausur in Seeon im Politikteil:

Das Ergebnis der CSU-Landesgruppentagung in Seeon kann im Grunde genommen kurz zusammengefasst werden: Die CSU hadert damit, dass sie in Berlin wenig Einfluss ausüben kann. Die Richtlinien der Politik werden in Berlin von ehemaligen Mitgliedern der früheren Blockpartei Ost-CDU festgelegt. Bayern als eine der weltweit wirtschaftsstärksten Regionen ist damit auch in der EU nahezu ohne Einfluss, obwohl es bevölkerungsmäßig mit Belgien und Portugal gleichauf liegt. 19 der EU-Länder haben weniger und teils nur einen Bruchteil der Bevölkerung Bayerns. Aber alle können in Brüssel ihren Einfluss geltend machen. Wenn die CSU die bayerischen Interessen auch in Zukunft vertreten will und sich nicht zur Flüchtlingsdiskussionsgruppe degradieren lassen will, muss bei ihr die Erkenntnis reifen, ja zu Europa zu sagen und nein zu Berlin. Nur ein eigenständiges Bayern kann bei der derzeitigen politischen Konstellation in Europa seine fundamentalen wirtschaftlichen Interessen vertreten.

Franz-Xaver Thielmann Feldkirchen-Westerham

Kommentare