Vor der eigenen Haustüre kehren

Zum Artikel „Ärger im Paradies“ (Lokalteil):. Auf welchen Öko-Zug sind wir denn da aufgesprungen?

Früher war das sogenannte „Paradies“ wohl einmal ein nettes Wäldchen und ein Biotop. Nach dem Bau der Autobahn und des Hochwasserdammes ist es ja wohl für bestimmte Leute zur Grüngut-Entsorgungsstation umgewandelt worden. Ich gehe ab und an dort spazieren. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass bei meinem Halt dort plötzlich Autotüren zu schlugen und man sich schnell vom Gelände entfernt hat, während dort auf wundersame Weise Haufen von Baumschnitt, Gras und Fallobst wuchsen und auch anderer Abfall entsorgt wurde. Das wurde alles von Herrn Huber und den Vereinsmitgliedern wieder beseitigt. Seit Herr Huber das Grundstück erworben hat, traut man sich offenbar nicht mehr so ungeniert, den Müll zu entsorgen, da Herr Huber immer wieder am Gelände vorbeifährt. Frage: Wo war denn die Untere Naturschutzbehörde vorher, wenn Grüngut und anderer Abfall entsorgt wurde? Sicherlich war das Aufschütten von Kies nicht sehr glücklich – ist aber in bester Absicht geschehen. Wohlgemerkt: Es war Kies und kein Giftmüll. Die Herrschaften, die jetzt laut nach dem Ökosystem in diesem Wäldchen rufen, sollten besser ökologisch vor der eigenen Haustüre kehren und ihren Abfall am Wertstoffhof entsorgen.

Irene Jeschke

Egglkofen

Kommentare