Egoistisches Verhalten in Corona-Zeiten

Zu „Eine Irrfahrt durch Europa in Corona-Zeiten“ (Leserbrief von Heike Altmann):

Mit dem letzten Satz hat Frau Altmann den gezeigten Egoismus dieses Paares auf den Punkt gebracht: Wer soll diesen Irrsinn noch verstehen? Welchen Grund gibt es denn in diesen Corona-Zeiten, zehn Tage nach Madeira zu fliegen (natürlich mit einem negativen PCR-Test)? Auf dem Rückweg dann mit dem Flugzeug über Funchal, Lissabon, Frankfurt, München! Vier Starts und Landungen – weil es keinen Direktflug mehr gibt! Der Freund kommt aus Österreich, wahrscheinlich aus Tirol. Die inzwischen von der österreichischen Regierung installierten Maßnahmen in Tirol kommen nicht von ungefähr. Dann setzt man sich halt in Paris in einen Zug und fährt durch Europa. Immer so, als ob es keine Corona-Zeiten gibt. Dass sich im Zug niemand für den Österreicher interessierte, wird obendrein noch kritisiert. Wahrscheinlich auch dann, wenn sich doch wer interessiert hätte. Ich frage mich ernsthaft, wen es denn interessieren sollte? Den Fahrkartenkontrolleur vielleicht? Man sollte sich selbst etwas mehr reflektieren und bestenfalls kontrollieren. Und wäre dann in der Lage, diesen Irrsinn doch zu verstehen.

Bernhard Reichert

Raubling

Kommentare