Drohungen einfach ignorieren

Zum Bericht "Vorsicht bei Gewerbeauskünften" im Regionalteil:

Betroffenen kann ich aus Erfahrung nur raten: Möglichst innerhalb von 14 Tagen nach Rücksendung des Formulars Einspruch einlegen und nicht zahlen! Jetzt beginnt der Mahnungsterror, man bekommt regelmäßig Schreiben dubioser Anwälte. Irgendwann wird angeboten, nur die Hälfte zahlen zu müssen. Ignorieren! Dann kommen Anwaltsschreiben mit Kopien irgendwelcher Gerichtsurteile, die angeblich zu Gunsten der Schwindler ausfielen. Ignorieren! So geht das zirka zwei Jahre lang. Nerven bewahren! Und siehe da: Plötzlich ist Schluss. Sie haben Ihre Ruhe. Die Kalkulation dieser Bauernfänger ist einfach: Wenn bei 1000 Briefen nur zehn Empfänger darauf hereinfallen, so sind das schon rund 6000 Euro. Wenn nur zehn Prozent der Betroffenen zahlen, sind es 60000 Euro in zwei Jahren. Zugegeben, manchmal war ich knapp davor, einzuknicken, habe es aber dann doch zwei Jahre lang durchgehalten und siehe da: Ich habe seit Monaten nichts mehr von den Herrschaften gehört. Ihre Rechnung ging anscheinend auf.

Wolfgang Prams

Bears&Friends

Rosenheim

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