Dritte Bahn ist überflüssig

Zum Artikel „Lammers will dritte Startbahn“ (Bayernteil):

Der neue Chef des Münchner Flughafens, Jost Lam- mers, will ebenso wie sein Vorgänger Michael Kerkloh den „Airport“ weiter expandieren. Er fordert wie bisher eine dritte Start- und Landebahn für neue Flugverbindungen und eine Ausweitung des „Non-Aviation-Geschäfts“ im Flughafenbereich, also mehr Aktivitäten im Hotelsektor und im Einzelhandel.

Hat ihm bei Unterzeichnung seines Arbeitsvertrages niemand mitgeteilt, dass dies alles nicht mit den Klimazielen der Bundesregierung, der bayerischen Staatsregierung und der EU vereinbar ist? Der Flugverkehr soll nämlich deutlich auf ein unbedingt notwendiges und sinnvolles Maß eingeschränkt werden, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa wird die bisherige Subventionierung des Flugverkehrs durch zu geringe Steuern und Abgaben abgebaut und das Angebot der Bundesbahn verbessert. So will man erreichen, dass das Fliegen teurer wird und die Kurzstreckenflugverbindungen gestrichen werden. Stattdessen soll der Reise- und Güterverkehr von der Luft auf die Schiene verlagert werden. Wegen des zu erwartenden Rückgangs der Starts und Landungen wird der Bau einer dritten Start- und Landebahn überflüssig.

Die von Herrn Lammers anvisierten „Non-Aviation-Geschäfte“ werden deshalb auch nicht zunehmen. Zum Einkaufen muss man nicht zum Flughafen fahren und Hotels gibt es auch in München und in Oberbayern in ausreichendem Maß.

Die drei Besitzer des Flughafens sollten dem Übereifer des Herrn Lammers Einhalt gebieten, um weitere Verschwendung von Geldern zu vermeiden. Dies dürfte auch im Sinne der Steuerzahler sein.

Michael Arends

Rimsting

Kommentare