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„Dred“ hat keine römischen Wurzeln

Zum Bericht „Hat der Ortsname ‚Dred‘ römische Wurzeln?

(regionaler Kulturteil):

Der Ortsname „Jarezöd“ hat keinen römischen Ursprung. Der Schreiber täuscht sich hier in jeglicher Hinsicht. Das römische Wort „Trivium“ hat mit Ja rezöd überhaupt nichts zu tun. Dass diese Bezeichnung nicht zutrifft, ergibt sich auch daraus, weil hier eben gar keine Römer in der Gegend waren. So einfach ist das.

Warum solch unzutreffende, irreführende und in keiner Weise belegten Aussagen angeblich 1949 an einem Gymnasium erzählt wurden, kann man nicht nachvollziehen. Vielleicht in einer Märchenstunde. Jedenfalls, und das ist Tatsache, stammt der Ortsname „Ja rezöd“ – von einem „grausamen heidnischen Heerführer“ namens Jarez aus der Hunnenzeit im 9. Jahrhundert.

Dieser bekam durch seine Verdienste den Ort „Koppenstett“ zum Lehen, wurde dort sesshaft und gab ihm den Namen „Jarez - öd“. Der Familienname „Koppen-stett“ war bis ins 20. Jahrhundert aktuell. Die früheren Inhaber der dort ansässigen Gaststätte führten den Familiennamen „Koppen-stätter“.

Dred, wie der Ort heute genannt wird, ist eine Verknappung des Wortes „Oed“, das schnell gesprochen „bei der Oed“ im Laufe der Jahrhunderte zu „Dred“ wurde – also Jarezöd. Dieser Ortsname wiederum entstand aus der früheren Schreibweise „Jared-s-öd = Jareds Öde, Ödland. Das Wort „Jared“ stammt aus dem arabischen und bedeutet so viel wie „Rose“.

In einer Urkunde aus dem Jahr 1130 spricht man dann auch noch von einem Eberhard von Jorze. Auch das war kein Römer, sondern ein Germane. Dieser Name spielte bei der sogenannten Verballhornung des Namens Jarezöd in „Dred“ eine vermutlich eher untergeordnete Rolle.

Heute sagt man schlichtweg „Dred“, und jeder aus der Region weiß, wer oder was gemeint ist. Da kann man sich nur wundern und den Kopf schütteln über so viel geballtes Fachwissen.

Stefan Eder

Großkarolinenfeld

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