Diskussion um die Corona-Zahlen

Die Maskenpflicht für Schüler im Unterricht ist nur eine der Maßnahmen, die von unseren Lesern durchaus kritisch gesehen werden.
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Die Maskenpflicht für Schüler im Unterricht ist nur eine der Maßnahmen, die von unseren Lesern durchaus kritisch gesehen werden.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie:. Wer denkt an unsere Kinder?

Eine Frage, die ich mir in der aktuellen Lage immer wieder stellen muss. Ich beobachte die Situation sehr genau und konnte eines ganz eindeutig feststellen: Keiner leidet so sehr wie unsere Kinder. In Schulen muss die Maske durchgehend getragen werden, die Fenster stehen dauerhaft offen, wodurch die Kinder frieren. Sogar Sport wird mit Maske durchgeführt. Des Weiteren wird ihnen mit der aktuellen „Krise“ ständig Angst gemacht.

Ist das wirklich richtig? Sieht so ein kindgerechter Alltag aus? Meiner Meinung nach nicht. Natürlich kann jeder zu Corona seine eigene Meinung haben, aber so viele Einschränkungen und gesundheitlich nicht unschädliche Maßnahmen wie in Schulen habe ich sonst noch nirgends gefunden. Sind Kinder nicht unser größtes und wertvollstes Hab und Gut? Wir sollten doch alles dafür tun, dass wenigstens Kinder ein halbwegs normales Leben ohne Angst und ohne Gefährdung ihrer Gesundheit haben dürfen. Um uns alle aus dieser Lage herauszubringen, müssen wir also die kleinsten und „schwächsten“ Glieder in dieser Gesellschaft in Gefahr bringen? Ich denke, hier sollte jeder einmal in sich gehen und sich überlegen, ob das eine schlaue und gewissenhafte Vorgehensweise ist.

Lea Golshani

Kolbermoor

Unser Gesundheitsminister ist also an Corona erkrankt, so wie es jedem von uns passieren kann in diesen Zeiten. Am Vormittag noch in der Kabinettssitzung, am Nachmittag nach positivem Testergebnis und mit Beschwerden in Quarantäne. So weit so gut. Aber – und hier reiben wir uns verwundert die Augen – keines der Kabinettsmitglieder musste in Quarantäne. Klar, es hatten ja auch alle die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten. Wozu dann in Restaurants und Cafés die Kontaktangaben? Ist Quarantäne nur etwas für die dummen Schafe in der Herde, die sich von der Politik mal hierhin mal dorthin treiben lassen müssen? Ach ja: Und was sagt eigentlich Herr Söder zu diesem „Kabinetts-Stück“?

Johanna Hofstetter

Vogtareuth

Seit mehr als sieben Monaten werden wir täglich über alle verfügbaren Medien mit den Zahlen der Corona-Neuinfektionen förmlich bombardiert: „Anstieg dramatisch“, „Die Lage spitzt sich zu“, „Rosenheim und der Landkreis gehören zu den tiefroten Risikogebieten“. Solche Schlagzeilen in meiner Heimatzeitung lösen auch in mir Ängste und Panik aus.

Zur ganzen Wahrheit muss aber meiner Meinung nach auch gehören: Wie viele Neuinfizierte zeigen keine, leichte oder schwere Krankheitssymptome? Wie viele Erkrankte müssen in das Krankenhaus, auf die Intensivstation oder sterben an Corona? An Corona oder mit Corona sterben ist für mich auch ein wesentlicher Unterschied! Eine solche objektive Berichterstattung fehlt in hohem Maße, sollte aber in Deutschland selbstverständlich sein!

Daher wundert mich vor dem Hintergrund dieser einseitigen Berichterstattung nicht, dass Verschwörungstheorien immer mehr Anhänger finden. Eine objektive, viele verschiedene Fachmeinungen darstellende und dialogfähige journalistische Arbeit ist das zwingende Gebot der Stunde.

Irmengard Garaventa

Rohrdorf

„Coronavirus im Berchtesgadener Land außer Kontrolle: Jetzt kommt der neue Lockdown“: Laut solchen Schlagzeilen und Berichten wird eine Vielzahl an Corona-Infizierten gemeldet. Wo ist denn das Heer der Erkrankten?

Nach Aussagen verschiedener Ärzte sind die billigen Tests nicht nur für den gefürchteten Covid-19-Virus ausgelegt, sondern melden auch bei vielen anderen Corona-Viren ein positives Ergebnis. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die Regierung mit der Panikmache die Bevölkerung weichkochen will, um eine Corona-Zwangsimpfung durchsetzen zu können. Oder waren und sind die Regierungen mit der ganzen Situation nur total überfordert und hatten deshalb Maßnahmen ergriffen, die in keiner Weise gerechtfertigt waren? Im März und im April waren sicher Vorsichtsmaßnahmen nötig, aber die Ausgangsbeschränkungen, das Besuchsverbot für die Angehörigen in Pflegeheimen und das Arbeitsverbot in Behinderteneinrichtungen waren überzogen. Das hat den Menschen in diesen Einrichtungen mehr geschadet, als es hilfreich war.

Es wäre interessant zu erfahren, wie viele Menschen wegen Vereinsamung in den Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen psychisch geschädigt wurden oder verstorben sind. Aber auch die Mitmenschlichkeit hat in diesen Monaten stark gelitten und hat sich zu einem Denunziantentum gewandelt. Die Politik hat mit ihrer Panikmache die Menschen dermaßen in eine Richtung geleitet, dass einem angst und bange wer-den kann. Die Aussage in dem Schlager „99 Luftballons“ und der Test in dem Buch „Die Welle“ zeigen da Parallelen auf. Ist das der Einstieg ins „4. Reich“?

Sebastian Hamberger

Söllhuben

Mit der neuen, überfallartig eingeführten Regelung der Testungen für Grenzpendler ist Ministerpräsident Söder ein „Meisterstück“ gelungen. Die bayerische Wirtschaft und die Bewohner werden es danken!? Die bösen „Ösis“ sollen büßen für das Ungemach, welches aus ihren Skigebieten im Frühjahr nach Bayern kam. Außerdem machen sie immer den Verkehr dicht und wollen auch noch einen Bahntunnel. Also hauen wir drauf!

Wie aber bitte will Söder den Wählern, um deren Stimmen er damit buhlt, erklären, weshalb ein Pendler aus meinem Heimatort Erl (zu diesem Zeitpunkt 0 Infizierte) in den „roten“ Landkreis Rosenheim, zum Beispiel nach Oberaudorf (damals 12 Infizierte) einen Test benötigt, während ein Pendler aus Kiefersfelden (damals 34 Infizierte) nach Oberaudorf diesen nicht machen muss. Populistischer geht es nimmer!

Erl (und nicht nur Erl) hat, bedingt durch die geografische Lage, sehr viele, gute nachbarschaftliche Beziehungen in die bayerischen Nachbarorte und wir leiden auf beiden Seiten sehr unter solchen unüberlegten, absolut verzichtbaren und nur auf politischen Eigennutz gemünzten „Hauruck“-Aktionen. Ich hoffe, unsere Politik lässt sich nicht provozieren, und begibt sich nicht auf ein solches Niveau, um mit derselben Maßnahme in entgegengesetzter Richtung zu reagieren. Herr Söder, unterschätzen Sie Ihre Wähler nicht!

Thomas Scherlin

Erl/Tirol

Als meine Frau und ich vor einigen Monaten mit Corona infiziert waren, ergab das in unserer Heimatgemeinde Rechtmehring mit 1900 Einwohnern hochgerechnet auf 100 000 Bewohner einen Inzidenzwert von 105. Für mich (64 Jahre alt) war der Verlauf harmlos, ich habe es im Rahmen einer Routineuntersuchung erst viel später erfahren. Meine Frau hatte leichte Symptome, hat das aber auch erst Wochen später bei einem Bluttest registriert.

Es waren in Rechtmehring auch schon mal rund zehn Leute infiziert, das war dann wieder hochgerechnet ein I-Wert von 526. Das würde heute einen sofortigen Lockdown bedeuten.

Leider ist es jedoch durch die vollkommen überzogenen und auch falschen Maßnahmen unserer Regierung ein Kampf gegen Windmühlen geworden. Es ist eine Testindustrie entstanden, durch die schon in den nächsten Wochen das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben an die Wand gefahren wird. Wir Älteren haben kein Recht, Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen praktisch das komplette Sozialleben über Monate zu verwehren. Hier werden die schwersten Schäden angerichtet, nicht durch die Krankheit!

Corona ist kein Killervirus, die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken, ist äußerst gering. Normal gesunde Menschen halten das locker aus, Alte und Kranke müssen auf sich aufpassen. Falls sie das nicht können, muss auf sie aufgepasst werden.

Wir müssen durch die Krise gehen wie die Schweden. Es wird keine andere Möglichkeit geben. Sie haben seit Monaten die Sache im Griff – ohne Lockdown, ohne Maskenpflicht, ohne Schulschließungen. Die Todesfälle in Schweden waren nur am Anfang in den Altenheimen relativ hoch, weil die Erfahrung gefehlt hat. Entlasst die Menschen in Deutschland endlich in die Eigenverantwortung!

Max Hudlberger

Rechtmehring

Unsere Welt ist zurzeit ziemlich chaotisch. Doch trotz allem Chaos sieht man auch sehr viel Positives. Viele Menschen besinnen sich, engagieren sich in vielen Bereichen, wie zum Beispiel Umwelt, Tierwohl, soziales Engagement, Menschen helfen Menschen. Trotz allem ist unsere Welt noch lange nicht am Ziel von Frieden, Liebe, Toleranz, Geduld und Respekt.

Zusätzlich hat uns Covid-19 fest im Griff – weltweit. Aber mal ehrlich: Sind wir nicht selbst verantwortlich für Covid-19? Was wäre, wenn wir schon vor Corona begriffen hätten, dass unsere Lebensweise und -art nicht mehr in Ordnung ist? Wenn wir uns für die Liebe, Toleranz und Respekt für alles Lebende entschieden hätten? Was wäre, wenn wir alle geduldig und beständig für den Frieden und für eine bessere Umwelt gekämpft hätten? Was wäre, wenn wir uns ganz bewusst dafür entschieden hätten, bei uns selbst zu beginnen? Jeder in seinem Umfeld. Wenn wir lernten, unser Ego auf eine soziale Art zu nutzen anstatt für egoistische Zwecke? Was wäre, wenn wir – jeder für sich und dennoch vereint – in seinem Umfeld für Frieden, innere Ruhe, Freude und Liebe sowie gegenseitige Unterstützung gearbeitet hätte? Wie sähe dann unsere Welt heute aus? Hätten wir so, durch unser besseres, bewussteres Verhalten, Covid-19 gebraucht? Wenn ich so darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass wir für Corona selbst verantwortlich sind.

Die Geduld aller wird zurzeit auf die Probe gestellt. Weshalb sich auch immer wieder Gruppen zusammenfinden, um zu demonstrieren. Es ist jedem sein freier Wille, zu entscheiden, wie man handelt, solange man keine anderen damit gefährdet. Und mal ehrlich: Wie erginge es uns, wenn wir Krieg hätten? Ich glaube, dann wären wir rückblickend dankbar, wenn wir „nur“ ein Maske tragen bräuchten.

Gabriele Gfaller

Bad Aibling

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