Diskussion um Hans Maier und „Donum Vitae“

Zur Diskussion um Ex-Kultusminister Hans Maier und die Organisation „Donum vitae“ (Berichte und Kommentare im Bayernteil):

Der von Claudia Möllers gewählte Ausdruck vom „katholischsten Katholiken“ für Herrn Maier ist aus meiner Sicht ein grober Fehlgriff, denn die Beratung durch „Donum Vitae“ genügt nun mal nicht den kirchlichen Anforderungen. Wer ungeachtet dessen mit großem Engagement diese Beratungsorganisation unterstützt, muss damit rechnen, innerhalb der Kirche Gegenwind zu erfahren. Dass kirchliche Räume nicht für Veranstaltungen und Personen zur Verfügung stehen, die klare kirchliche Vorgaben in Frage stellen, sollte schlicht als Hausrecht gewertet werden. Die Schwierigkeiten bei der Unterscheidung der Geister werden deutlich, durch den langen Schlingerkurs von einem Teil der deutschen Bischöfe, bis man sich auf Druck von Rom hin aus dem System der staatlichen Konfliktberatung zurückzog. Aus meiner Sicht war dies dringend erforderlich, um klar zu bezeugen, welches Unrecht eine Abtreibung darstellt. Wenn sie auch unter bestimmten Voraussetzungen straflos durchgeführt werden kann, so ist sie doch nach wie vor gesetzlich verboten. Allerdings bewegt sich die öffentliche Wahrnehmung in- zwischen hin zu einem Recht auf Abtreibung. Übersehen wird, dass es neben einem Todesopfer, dem Kind, mindestens ein zweites Opfer, die Mutter des Kindes, gibt, die mit dieser belastenden Situation fertig werden muss. Lebensleistung von Die Herrn Prof. Dr. Hans Maier steht außer Frage. Allerdings ist nicht zu akzeptieren, dass mit plumper Meinungsmache die Katholische Kirche diskreditiert wird.

Josef Moosreiner

Raubling

Die Beratungsscheine, die Donum Vitae ausstellt, stellen die eigentliche, rechtskräftige Abtreibungslizenz dar. Dies wird leider weder im Artikel noch im Kommen- tar deutlich. In wie vielen Fällen die Beratung im Sinn des Lebenserhalts des ungeborenen Kindes erfolgreich ist und wie viele Beratungsscheine demgegenüber ausgestellt werden, wird leider nicht bekannt gegeben. Es bestehen kaum mehr Zweifel daran, dass spätestens mit der Einnistung der befruchte-en Eizelle personales menschliches Leben entsteht, abgesehen davon, dass man heute Abtreibungen auch an lebensfähigen Föten durchführt, wenn Missbildungen vermutet werden. Statistiken zeigen zudem, dass 80 Prozent der Abtreibungen auf Druck der Kindsväter, der Eltern oder der sonstigen Umgebung der Schwangeren stattfinden. Leider werden diese Gegebenheiten kaum thematisiert.

Franz R. Huber

Aßling

Wenn man den Dialogprozess im OVB verfolgt, muss leider festgestellt werden, dass es der konziliaren Amtskirche nur um die reine Verweltlichung ihrer Institution geht. Kein einziges Wort verlautet über unseren Herrgott, den wahren Glauben und die Zehn Gebote Gottes. Erst recht nicht, dass Gott im Gesetz verankert wurde. Es wird nur über Umstrukturierung und pastorale Erneuerung der Kirche gesprochen. Fest steht, dass die Amtskirche in der oberen Chefetage nicht bereit ist und auch keinen Willen zeigt, zum wahren Glauben zurückzukehren. Vor 50 Jahren haben es die „Purpur-Herren“ geschafft, Gott aus unseren schönen Dorfkirchen, Klöstern und Kathedralen zu verbannen, das Latein – die eigentliche Kultsprache – und die Zehn Gebote Gottes einfach abgeschafft. Die jetzigen Priesteranwärter lernen nicht mehr die römisch-katholische Glaubenswahrheiten, kennen nicht einmal mehr das lateinische Confiteor Deo omnipatenti.

Jakob Grandl

Riedering

Wieder amoi neue Schlagzeilen, Gott sei Dank,/ um die bischöfliche Entscheidung im Augsburger Land./ I hobs Buach vom Professor Hans Maier zwar no net glesn,/aber diese Ablehnung wär sicher net notwendig gwesn./Auf jeden Fall zoagt sich von kirchlicher Aufgeschlossenheit net amoi de geringste Spur,/wenn's no lang a so weiter mach'n, stehn's bald amoi alloa do auf der kirchlichn Flur!

Marianne Madersbacher

Brannenburg

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